Warum eine Erzgebirgerin bei Olympia 2026 in Italien für Ordnung sorgt

Manuela Kruppa aus Gelenau hilft bei den Biathlon-Wettbewerben in Antholz auch so manchen Zuschauern aus dem Erzgebirge

Gelenau

Natürlich freut sich Manuela Kruppa darüber, das Wettkampfflair der Olympischen Winterspiele zu erleben. Von ihrem Platz aus hat sie einen guten Blick auf den Schießstand der Biathlon-Wettbewerbe in Antholz.

Als Volunteer mit anpacken

Allerdings ist die 53-jährige Gelenauerin nicht in Italien, um Sportler zu bestaunen oder anzufeuern. Stattdessen kümmert sie sich in erster Linie um die Zuschauer. Hilft ihnen zum Beispiel dabei, Plätze in Shuttlebussen zu reservieren, Rollstühle auszuleihen oder verlorene Sachen wiederzufinden.

Grund: Manuela Kruppe packt als Volunteer bei den Winterspielen mit an.

Zum zweiten Mal bei Olympia

Als freiwilliger Helfer zu einem reibungslosen Olympia-Ablauf beizutragen, ist für die Erzgebirgerin nichts Neues. Schon bei den Sommerspielen in Paris war sie 2024 mit dabei. Doch die Geschichte beginnt noch früher. "Angefangen hat es mit den Nordischen Junioren-Weltmeisterschaften 2020 in Oberwiesenthal", erklärt Manuela Kruppa, die damals Gefallen an der Helfertätigkeit fand.

Über die European Championships 2022 in München schaffte es die Hobby-Leichtathletin schließlich zu Olympia. Nun ist sie auch in Italien dabei. Unter den 200.000 Bewerbungen war sie eine der glücklichen 18.000 Volunteers, die ausgewählt wurden.

Wichtiger Ansprechpartner im Info-Point

Ihr Einsatzort ist Antholz, denn an allen zehn Wettkampftagen ist sie im Info-Point des Biathlon-Stadions gefordert. Ihre Englisch-Kenntnisse sind auch ab und zu gefragt. Aber mit ihren Teamkollegen hat sich die Gelenauerin so abgesprochen, dass sie sich in erster Linie um die deutschsprachigen Zuschauer kümmert - und deren Sorgen. "Kaum zu glauben, was hier alles verloren geht", berichtet die 53-Jährige. Geldkarten, unzählige Brillen, Autoschlüssel und auch Reisepässe werden vermisst. Auch von Erzgebirgern, denen Manuela Kruppa in Antholz erstaunlich oft begegnet.

Viele sind bei all der Hektik glücklich, im internationalen Fundbüro einen vertrauten Dialekt wahrzunehmen. Einigen konnte Manuela Kruppa schon helfen, etwas wiederzufinden. In anderen Fällen hat sie Angaben und Kontakte notiert, um gegen Ende der Spiele noch einmal bei den Carabinieri nachzuhaken.

 

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