Was einen Bundesminister in eine Mühle im Erzgebirge verschlug

In der Waldkirchener Rolle-Mühle hat sich Alois Rainer kürzlich etwas genauer umgeschaut. Und der Bundeslandwirtschaftsminister hatte sogar ein kleines Geschenk dabei.

Waldkirchen/Erzgeb.

Über prominenten Besuch hat sich die Rolle-Mühle im Grünhainichener Ortsteil Waldkirchen gefreut. Mit Alois Rainer schaute der Bundeslandwirtschaftsminister im Erzgebirge vorbei. Zwar verschaffte er sich bei einem Rundgang einen genauen Eindruck von Technik und Produkten der Mühle. Allerdings war der Politiker nicht gekommen, um vor Ort einzukaufen. Stattdessen hatte er etwas mitgebracht. Mit einer Plakette, die er direkt neben dem Eingang enthüllte, würdigte Rainer die Mitarbeit der Rolle-Mühle im „Bio verarbeiten - Praxis-Netzwerk“.

Erfahrungsaustausch trägt Früchte

Bereits seit einem Jahr ist die Rolle-Mühle Teil dieses Projekts, mit dem das Bundesministerium den Ökologischen Landbau fördern will. Ziel ist, Verarbeitungsbetriebe miteinander zu verbinden und so den fachlichen Austausch zu fördern.

Laut Anne Rolle-Baldauf trägt dieses Konzept bereits erste Früchte. „Meistens stellt man fest, dass viele Probleme die gleichen sind“, sagt die Geschäftsführerin der Rolle-Mühle über den Erfahrungsaustausch mit den mehr als 60 beteiligten Praxisbetrieben, zu denen auch Bäckereien und Molkereien gehören. Einmal pro Jahr gebe es Treffen, bei denen Probleme und deren Lösungen besprochen werden.

Lob von höchster Ebene

Die Mitgliedschaft im „Bio verarbeiten – Praxis Netzwerk“ soll der Rolle-Mühle aber auch zu mehr Bekanntheit verhelfen. „Wir schaffen dadurch den Sprung, auch deutschlandweit als Bio-Verarbeiter bekannt zu werden“, erklärt Anne Rolle-Baldauf, für deren Betrieb der Bio-Bereich eine wichtige Nische darstellt. Der Besuch des Bundesministers kam der öffentlichen Wahrnehmung nun zugute. „Es war eine große Wertschätzung für uns und unser Tun“, sagt die Geschäftsführerin, die sich über viele lobende Worte von Alois Rainer freuen durfte. „Hier kommen traditionelles Handwerk und modernste Technologie zusammen“, lobte der Bundesminister zum Beispiel.

Bei dem Abstecher ins Erzgebirge ging es ihm während seiner Sommertour darum, sichtbar zu machen, was Betriebe wie die Rolle-Mühle nicht nur für die Menschen und die Wirtschaft vor Ort, sondern auch für die Ernährungssicherheit leisten.

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