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Was für ein Glück: Diebesgut taucht nach Jahren wieder auf

Motorsport Hettstedter spürt nach knapp drei Jahrzehnten den gestohlenen Motor seiner Geländemaschine auf

Zschopau. 

Zschopau. Seit den Six Days in Sachsen vor sechs Jahren mischt der frühere Geländesportler Volker Herrmann aus Hettstedt in Sachsen-Anhalt bei Geländesportveranstaltungen im Erzgebirge als Helfer mit. Denn noch immer schlägt das Herz des 61-Jährigen, der in den Jahren 1971 bis 1983 für den MC Hettstedt unterwegs war, für den Geländesport. Diesem Umstand und Kommissar Zufall ist es zu verdanken, dass bei der Geländefahrt "Rund um die MZ-Stadt Zschopau" letzte Woche der vor knapp drei Jahrzehnten gestohlene Motor seiner Geländemaschine wieder auftauchte. Mit jenem Motorrad, von dem der Ex-Geländefahrer noch immer das Fahrgestell hat, wurde er Bezirksbester und Juniorenmeister, fuhr Pokalläufe damit. "Wenn ich mir recht erinnere, habe ich 1979 bei "Rund um Zschopau" den 5. Platz belegt", so der Hettstedter.

Im Jahr 1992 hatten dreiste Diebe das Herz seiner Geländemaschine aus der Vereinswerkstatt entwendet. Das Verfahren stellte die Staatsanwaltschaft 1993 jedoch ein, da der oder die Täter von der Polizei nicht ermittelt werden konnten.

 

Nach 26 Jahren wieder mit der Maschine vereint

 

"Ich war bei der Maschinenabnahme am Freitag vor Ort, um ein paar Fotos zu machen. Da fielen mir zwei Simson-Geländemaschinen ins Auge. Ich schaute genauer hin und sah anhand der Nummer, dass der Motor der Sahara-braunen Maschine nur meiner sein konnte. Ich habe daraufhin dessen Fahrer informiert, dass er im Besitz eines gestohlenen Motors ist und die Polizei gerufen. Der Fahrer blieb unberührt, er ahnte davon ja nichts. Ich konnte den Beamten beweisen, dass der Motor mein Eigentum ist. Auf meinem Handy habe ich das Foto des Fahrzeugbriefs gespeichert und so immer bei mir. Daraufhin haben die Beamten das Fahrzeug eingezogen und nach Marienberg aufs Revier gebracht. Montags darauf habe ich ihnen meine kompletten Unterlagen gesendet zum Beweis. Der Fall geht nun zur Staatsanwaltschaft. Ich habe in den 26 Jahren nie die Hoffnung aufgegeben, den Motor eines Tages zurückzubekommen. Mir haben bei der Suche auch Freunde geholfen, die, wenn sie auf Teilemärkten unterwegs waren, immer die Kopie des Fahrzeugbriefes dabeihatten. Das Ganze ist für mich sehr emotional. Ich hänge sehr daran, so ein Ding verkauft man nicht einfach, wenn man damit Erfolge erzielt hat. Jetzt drücken mir auch alte Weggefährten die Daumen, dass ich meinen Motor zurückbekomme", sagt Volker Herrmann.

 

Weitere Informationen zum diesjährigen "Rund um die MZ-Stadt Zschopau" finden Sie auch unter Wer fährt am schnellsten drei Mal rund um Zschopau? und Rund um die MZ-Stadt Zschopau.

 

 

 



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