Was passiert mit der Kaufhalle auf dem Eichert?

Entwicklung Seniorentreff mit Verkaufseinrichtung

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Das Gebäude des ehemaligen Einkaufsmarktes auf dem Eichert in Aue soll rückgebaut werden. Foto: R. Wendland

Aue. Die ehemalige Kaufhalle auf dem Eichert in Aue, die seit November 2010 nicht mehr als solche genutzt wird und leer steht, soll abgebrochen werden. Das hat der Stadtrat von Aue beschlossen. Die Kostenschätzung für den Abriss liegt bei rund 186.000 Euro.

Mit Blick auf die Geschichte des Gebäudes, das relativ zentral im Stadtteil Eichert liegt, spricht Oberbürgermeister Heinrich Kohl von einem Drama. Man habe sich vor Ort umgeschaut und festgestellt, das Gebäude ist unrettbar: "Das Beste was man tun kann, ist ein Rückbau an der Stelle", so Kohl. In Bezug auf notwendige Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten sei ein erheblicher Investitionsrückstau entstanden.

"Wir können niemanden zwingen, eine Kaufhalle zu betreiben"

Seitens des Voreigentümers sind Umbaumaßnahmen begonnen, aber nie zu Ende gebracht worden. Nach dem Abriss müsse man schauen, was sich entwickeln lässt, so Kohl. Von Anwohnern werden immer wieder Stimmen laut, dass eine Verkaufseinrichtung angesiedelt wird. "Sicher würden wir es gern sehen, dass es eine solche gibt, aber wir können als Stadt natürlich niemanden zwingen, eine Kaufhalle zu betreiben", sagt Kohl.

Perspektivisch gedacht, ist die Rede ist von einem Seniorentreff mit Verkaufseinrichtung an gleicher Stelle auf dem Eichert. Das könne man sich vorstellen, sagt Kohl. Vorausgesetzt, die Finanzierung ist geklärt. Seitens des Stadtrates kam der Vorschlag, konkret von Hans Beck (CDU), Kontakt zu mobilen Händlern aufzunehmen und damit jetzt schon ein Angebot für die Bewohner des Eichert zu schaffen. Dem will man sich annehmen.