Weckt er Begeisterung in Burkhardtsdorf?

Kirche Pfarrstelle war über zwei Jahre lang unbesetzt

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Markus Großmann ist seit März 2018 der neue Pfarrer der evang.-luth. Schwestergemeinden Burkhardtsdorf, Meinersdorf und Eibenberg-Kemtau. Foto: ERZ-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Burkhardtsdorf. Markus Großmann ist seit Anfang März der neue Pfarrer der evangelisch-lutherischen Schwesterkirchgemeinden Burkhardtsdorf, Meinersdorf und Eibenberg-Kemtau. Damit beerbt er Thomas Enge, der bereits vor zweieinhalb Jahren die Pfarrstelle gewechselt hat.

Familiäre Gründe für Wechsel verantwortlich

Nach seinem Zivildienst in einer Wohnstätte für psychisch kranke Menschen studierte Markus Großmann siebeneinhalb Jahre in Jena, Leipzig und Oslo. Anschließend arbeitete er ein halbes Jahr lang im Landesjugendpfarramt in Dresden. Darauf folgte ein zweijähriges Vikariat in Tharandt. "Schließlich übernahm ich für dreieinhalb Jahre eine Pfarrstelle im Osterzgebirge für die Gemeinden Geising, Lauenstein-Liebenau und Fürstenwalde-Fürstenau", erzählt der 33-Jährige und ergänzt: "Ich habe mich damals für den Beruf des Pfarrers entschieden, da ich meinen Glauben gerne weitergeben, mit Menschen arbeiten und sie unterstützen und die Gaben von Gott in die Gemeinde einbringen möchte". Danach endete seine Probezeit. Aus familiären Gründen bot es sich für ihn schließlich an, die Pfarrstelle zu wechseln.

Der Altersschnitt ist das Problem

"Ich habe mich dabei für Burkhardtsdorf entschieden, weil ich das Gebirge liebe, Freunde in der Region habe und das Pfarrhaus groß genug für meine Familie ist", sagt der Theologe. Er ist seit 2004 verheiratet und hat eine Tochter und drei Söhne im Alter zwischen drei und neun Jahren. Außerdem wollte er seine Erfahrungen mit Gott verstärkt an Jugendliche weitergeben, die es in den Kirchgemeinden im Osterzgebirge aufgrund des demografischen Wandels wenig gibt.

Die Schwesterkirchgemeinden haben insgesamt 1700 Mitglieder. "Durch den Altersschnitt ist es die größte Herausforderung, den verschiedenen Menschen die biblische Botschaft zu vermitteln", sagt Markus Großmann. Das möchte er durch Gottesdienste und verschiedene Veranstaltungen für Jugendliche und Ältere erreichen. Deshalb ist es für ihn wichtig, mit den Gemeindemitgliedern ins Gespräch zu kommen. Außerdem wünscht er sich, noch mehr Bewohner für die Kirchgemeinde zu begeistern und neue Mitglieder zu finden.