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Chemnitz

Wehr ermöglicht Hilfe zur Selbsthilfe in Adorf

Schutz Im Hochwasserfall können sich Anwohner künftig Schmutzwasserpumpen ausleihen

Adorf. 

Adorf. Seit 2002 sind die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Adorf zu insgesamt 48 Hochwassereinsätzen an 100 Einsatzstellen ausgerückt, unter anderem in Folge von Schneeschmelzen, Starkregen und Sommergewittern. Am schlimmsten waren dabei die Ereignisse im Mai und Juni 2013 mit Einsätzen über sechs Tage hinweg. Bei Hochwasserfällen kommt es oft dazu, dass zur gleichen Zeit mehrere Notrufe eingehen. Dies führt dazu, dass abgewägt werden muss, welche Einsätze die höchste Priorität haben. Das Wichtigste ist die Rettung von Menschen- und Tierleben, danach wird anhand der Höhe der Sachschäden entschieden.

"Diejenigen, die von den Schäden nicht so massiv betroffen sind, sind aber ebenfalls die Leidtragenden. Deshalb sind wir auf die Idee gekommen, sechs Schmutzwasserpumpen für solche Fälle zu kaufen. Dadurch können die betroffenen Anwohner schnell reagieren und sich selbst helfen", sagt Wehrleiter Rico Bochmann. Durch die Anschaffung der Pumpen sollen die Feuerwehrleute in Extremfällen entlastet werden. Sobald ein Alarm einläuft, entscheiden die Kameraden individuell, für welche Notrufe die Pumpen geeignet wären.

Anschließend bringen die Feuerwehrleute die Pumpe zu dem Anwohner nach Hause oder dieser holt sich das Gerät selbst in der Feuerwache ab. Die Pumpen können 200 Liter Wasser pro Minute abpumpen. Benötigt wird lediglich ein Stromanschluss. Die Kosten je Satz inklusive Zubehör belaufen sich auf 600 Euro. Durch den Ideenwettbewerb der Leader-Region "Tor zum Erzgebirge" bekamen die Kameraden 2000 Euro. Ein weiterer Ideenwettbewerb der Gemeinde brachte der Feuerwehr zusätzlich 1160 Euro ein. Die restlichen Kosten werden vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr bezahlt.



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