Wehrgangkirche braucht neues Geläut

Kirchenglocken Großrückerswalde sammelt Spenden

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Frank Uhlig, André Rösch und Pfarrer Andreas Lau (v.l.) sind im Glockenturm der Wehrgangkirche zu Großrückerswalde. Das Geläut des Gotteshauses soll erneuert werden. Foto: Jan Görner

Großrückerswalde. In den Glockenturm der Wehrgangkirche zu Großrückerswalde wird ein neues Geläut einziehen. Noch Ende dieses Jahres soll es erklingen. Drei Glocken hängen derzeit im Turm. Zwei davon wurden 1917, aus Eisenguss angefertigt, hier als Ersatz eingehängt, weil die Bronzeglocken wie die vieler anderer deutscher Kirchen für Kriegszwecke eingeschmolzen worden sind.

Sprödes Material und Dellen

Im Gegensatz zur Bronze ermüdet der Eisenguss recht schnell. "Durch innere Korrosion ist das Material im Laufe von 100 Jahren spröde geworden", weiß Pfarrer Andreas Lau. Außerdem haben die Klöppel über die Jahre hinweg tiefe Einschlagdellen in den Glockenkörpern hinterlassen.

Im Zuge des Vorhabens müssen auch der Glockenstuhl erneuert und Sanierungsarbeiten am Glockenturm vorgenommen werden. Die Abnahme des Geläutes wird nach dem Osterfest erfolgen. Etwa 120.000 Euro sind für die Erneuerung des Geläuts derzeit geplant. Ein Drittel davon übernimmt die Sächsische Landeskirche. "Wir sind auf Spenden angewiesen", versicherte Andreas Lau.

Er möchte gleichzeitig zu einer Informationsveranstaltung einladen. Termin dafür ist Freitag, der 26. Januar, 18 Uhr im Sportlerheim. Live-Musik mit "Sterni und Freunde" wird die Veranstaltung abrunden.