"Weigel-Brücke" verläuft über Pöhlwasser

BAUREPORT Umsetzung des Hochwasserschutzkonzeptes in Grünstädtel

weigel-bruecke-verlaeuft-ueber-poehlwasser
Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer dankte Andreas Weigel (v.l.) für die Initiative zur Finanzierung der Brücken-Bodenplatte. Foto. Leischel

Schwarzenberg-Grünstädtel. Das erste Teilobjekt zur Umsetzung des Hochwasserschutzkonzeptes für das Pöhlwasser in der Ortslage Grünstädtel konnte fertiggestellt werden. "Dank der Finanzierung durch den Freistaat Sachsen gemäß der Förderrichtlinie Gewässer/Hochwasserschutz (RL GH/2007) konnte diese Maßnahme durchgeführt werden", sagte am Dienstag Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer zur feierlichen Abnahme. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 346.000 Euro, die mit einem Satz von 75 Prozent gefördert wurden. Damit beträgt der Eigenanteil der Kommunen Schwarzenberg und Raschau-Markersbach je 43.000 Euro. Weil das Pöhlwasser auf der Gemarkungsgrenze der Großen Kreisstadt Schwarzenberg und der Gemeinde Raschau-Markersbach verläuft, wurde das Vorhaben als Gemeinschaftsmaßnahme umgesetzt. Grundlage für diese gemeinsame Projektumsetzung bildete eine Vereinbarung zwischen beiden Kommunen vom 16. März 2015. Der Brückenschlag von einem Ufer des Pöhlwassers zum anderen in Grünstädtel ist wieder vollzogen. Die alte Weigelbrücke, die einst leicht schräg im Flussbett stand und daher im Hochwasserschutzkonzept als Abflusshindernis eingestuft wurde, es handelt sich hierbei um eine Bogenbrücke, ist Geschichte. "Jetzt gibt es eine neue, die geradlinig das Fleißgewässer quert und somit kein Hindernis mehr darstellt. Während der Abriss und der Neubau der Stützwände und Brückenwiderlager mit Geldern aus dem Hochwasserschutzprogramm finanziert wurden, musste die Kosten für die Brückenplatte der private Nutzer tragen", so die Oberbürgermeisterin. Die Brücke dient als Zufahrt zu den stromrechts gelegenen Grundstücken. Durch den Grundstückseigentümer, Andreas Weigel, wurde eine Überbauplatte aus Stahlbeton für diese Zufahrt in Auftrag gegeben.