Weihnachten bis zur Lichtmess

Tradition Bundesvorsitzende, Superintendent und Politiker erklären

Zwönitz gehört seit vielen Jahren als Vorreiter, dass Weihnachten ganz offiziell erst zur Lichtmess am 2. Februar endet. Das bekräftigten in einer gemeinsamen Erklärung im Brauereigasthof Zwönitz am 29. Dezember die Bundesvorsitzende des Erzgebirgsvereins Gabriele Lorenz, der Superintendent des Kirchenbezirkes Aue, Johannes Uhlig und CDU-Landtagsabgeordneter Alexander Krauß.

"Christbäume, Ortspyramiden und Schwibbögen künden sowohl im privaten als auch im öffentlichen Umfeld von der Advents- und Weihnachtszeit im Erzgebirge. Diese Lichterfreude wirkt zugleich als ein unvergessliches Erlebnis bei den Touristen", sagt die Bundesvorsitzende. "Im Erzgebirge gibt es bereits in vielen Orten Tradition, dass die Weihnachtsbeleuchtung bis zur Lichtmess eingeschaltet bleibt", ergänzt Alexander Krauß. Der Kirchenmann Johannes Uhlig erinnert an die Bedeutung: "Vom Vorabend des 1. Advent bis 2. Februar wird die Darstellung des Herrn gefeiert. Die Bedeutung des Lichtes ist außerdem sehr eng mit der Bergbautradition verbunden. Für die Bergleute war das Licht das ersehnte Leuchten nach der schweren Arbeit im dunklen Schacht."

Mit der Erklärung, für das Weihnachtsleuchten bis Mariä Lichtmess zu werben, soll zwar nicht nur ein kommerzieller Zweck erfüllt werden, aber auch keine Verordnung daraus entstehen. Es ist einzig und allein ein Appell, darüber nachzudenken, gemeinsam im Erzgebirge dafür zu werben, den erzgebirgischen Weihnachtsfestkreis einheitlich am 2. Februar enden zu lassen.

In Zwönitz wird das traditionell mit dem Lichtmess-Essen, Hirsebrei mit Riesenbratwurst, getan.