Weihnachten in Familie

Gemeinschaftsprojekt Angehende Erzieher stellen Rituale früher und heute gegenüber

Mit einem eigenen Theaterstück haben die 19 Erzieher der Klasse EZ 13 B des Beruflichen Schulzentrums für Ernährung, Sozialwesen und Wirtschaft in Schwarzenberg aus dem 3. Ausbildungsjahr die Weihnachtsfeier der Klassen 7 und 8 der Oberschule Beierfeld ausgestaltet. "Alle angehenden Erzieher der Klasse des BSZ waren gleichermaßen an der Ausarbeitung beteiligt. Es wurde mit Medien wie Ton, Videoaufzeichnungen, Musik und Beleuchtung gearbeitet. Die Ausdrucksmöglichkeiten wurden spielerisch, gestalterisch und als Darsteller einstudiert. Unterstützt haben uns Klassenlehrer Tomas Schroer und Fachlehrerin Ulrike Roth", erläuterte Grit Henkel, die in die Rolle des Weihnachtsmannes geschlüpft war. Gegenstand des Stückes war ein Vergleich, wie man Weihnachten früher und heute feiert und dabei die Generationsprobleme in den Mittelpunkt gestellt wurden.

Auch die Schüler erkannten sich in dem Stück wieder, wenn die kleine Chantal erst den Teddy vom Weihnachtsmann geschenkt bekam, nachdem sie ein Gedicht aufsagte - das war früher so Tradition. Doch die pubertierende Chantal, gespielt von Linda Spolwig, die "Mitten in der Nacht um 11:30 Uhr" von ihren Eltern geweckt wurde, um den Weihnachtsbaum für Heilig Abend zu schmücken, fand das ätzend und traf sich lieber mit ihren Freundinnen an der Bushaltestelle "Busse" zum Selfie und Abrocken. Erst ein Traum, in dem alles wieder zurechtgerückt wurde, brachte die Erleuchtung: "Was die Oberschüler als Zuschauer dabei mitnehmen sollten, war das Gefühl, Weihnachten muss wieder mit der Familie gefeiert werden, nur so lassen sich Traditionen bewahren", sagte Ulrike Roth. "Wir wollten außerdem zeigen, dass wir nicht nur mit Mädchen und Jungen aus Kindereinrichtungen zusammenarbeiten können, sondern wollten das Spektrum unserer Ausbildung als Erzieher, welches Kinder und junge Erwachsene von 0 bis 27 Jahre einbezieht, vor den Oberschülern in Form dieses Projektes umsetzen", bekräftigten Julia und Katja Fritzsch, die den Kontakt zu den Beierfeldern herstellten.