Weihnachten in Schneeberg: Kinderprogramm, Marktstände und Bergparade

Lichterfest, Bergparade und Weihnachtsmarkt sorgen für festliche Stimmung

Schneeberg

Es ist der Moment, auf den die Erzgebirger warten: am Samstag vorm 1. Advent, exakt um 18 Uhr, läutet das "Anlichteln" die festliche Zeit ein. Begleitet von Turmmusik aus der St. Wolfgangkirche erstrahlen dann wieder die Lichter überall in Schneeberg.

 

Die Altstadt verwandelt sich in einen Weihnachtsberg

Die barocke Altstadt verwandelt sich in den nächsten vier Wochen in einen einzigartigen Weihnachtsberg, geschmückt mit festlicher Illumination und dem Glanz der Schwibbögen in fast jedem Fenster. Auf dem Marktplatz sorgen stilvoll angefertigte Buden für ein unverwechselbares Flair.

 

Traditioneller Markt mit neuer Geselligkeit

"Im Grunde haben wir einen traditionellen Markt, wie wir ihn die Jahre davor auch kannten. Wir versuchen natürlich immer mehr im Budenbereich zu verändern, da sich auch der Markt verändert. Er wird geselliger, es wird mehr gegessen und getrunken. Wir sehen auch einen Zuwachs an Individualtouristen, die natürlich das Erlebnis Weihnachtsmarkt ganz anders wahrnehmen. Es ist nicht das Shopping-Erlebnis, sondern viel mehr die Atmosphäre des Marktes und das Bühnenprogramm, was wieder sehr abwechslungsreich aufgestellt ist", weiß Denny Helmer, Geschäftsführer vom Kulturzentrum "Goldne Sonne".

Eröffnet wird der Schneeberger Weihnachtsmarkt, der bis 21. Dezember geht, bereits am Freitag, 16 Uhr - dann wird auch die Pyramide auf dem Markt angeschoben.

 

Lichtelfest und Bergparade

Das Schneeberger Lichtelfest am 2. Advent-Wochenende ist das Highlight der Bergstadt im Advent. Dieses Fest, das 1963 als "Fest der Freude und des Lichtes" begründet wurde, ist eine enge Verbindung von bergmännisch-erzgebirgischer Tradition und gelebtem Brauchtum. Dazu gehört die große Bergparade, die am 2. Advent-Sonntag 16.15 Uhr in Neustädtel startet. Gegen 17 Uhr wird die Parade im Zentrum erwartet, wo 17.30 Uhr das Abschlusskonzert stattfindet.

 

Sicherheit und Organisation

Trotz Herausforderungen, wie der Wirtschaftlichkeit, GEMA-freier Musik und dem ganzen Thema Sicherheit, lasse man sich die Stimmung nicht vermiesen, sagt Denny Helmer: "Wir sind natürlich auf der Hut und gerüstet. Aber der Weihnachtsmarkt wird jetzt nicht zu Fort Knox, sondern wir haben versucht, mit gesundem Menschenverstand ein paar Standards anzupassen. Wir haben unter anderem klappbare Straßensperren im Einsatz auf den Zufahrtsstraßen."

Regionale Stände und Specials

Als Veranstalter wird die "Goldne Sonne" dieses Jahr selbst mehr Stände betreiben. Unter anderem wird der Whisky veröffentlicht als Weihnachtsspecial. Wert lege man darauf, Regionales auf den Markt zu bringen und die Wertschöpfung in der Stadt zu lassen. Rund um den Bergmannsbrunnen, am Restaurant 1979, soll es am 2. und 3. Advent-Wochenende einen kleinen Markt geben, wo bestehende Konzepte, wie die Kindermärchenstube, integriert werden.

Adventskalender für Vorfreude und Zusammenhalt

Der 2. Adventskalender des Tourismus- und Gewerbevereins Schneeberg, der in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum "Goldne Sonne" entstanden ist, sorgt auf besondere Art für Weihnachtsvorfreude. Unter dem Titel "Schneeberger Weihnachtsvorfreude" steckt hinter den 24 Türchen nicht nur die Chance auf Gewinne, sondern auch ein starkes Zeichen für den lokalen Zusammenhalt und die Stärkung des regionalen Handels. Der Kalender hat eine Auflage von 500 Stück und ist für 10 Euro in der Tourist-Information in Schneeberg erhältlich. "Hinter jedem Türchen verbergen sich Sachpreise, die von hiesigen Händlern und Unternehmern stammen", erklärt TGS-Mitglied Sören Schmeuser: "Der Hauptpreis, 1.500 Kilowatt-Stunden Strom, gesponsert von den Stadtwerken Schneeberg, steckt hinter dem 24. Türchen." In Summe sind es Sachpreise von rund 2000 Euro. Die Gewinner werden täglich über die sozialen Medien der TGS in einem Video bekannt gegeben, das die Ziehung der nummerierten Kalender zeigt. Einen Aushang gibt's auch in der Tourist-Information.

 

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