Weihnachts-Vandalismus im Erzgebirge: OB sauer über "sinnlose Zerstörung"

Weihnachtsberg in Schwarzenberg fällt Vandalen zum Opfer

Schwarzenberg

Im Erzgebirge endet am Sonntag, zu Mariä Lichtmess, die Weihnachtszeit. Dann gehen die Beleuchtungen aus, werden Weihnachtsbäume "gefällt" und die Lichter, die beispielsweise Straßen überspannen, abgenommen.

Vandalismus auf Weihnachtsberg

Schwarzenberg, die Perle des Erzgebirges, hat zur Weihnachtszeit etwas ganz Besonderes zu bieten: Einen überdimensionalen Weihnachtsberg am Fuße des sogenannten Totensteins. Vor Jahren gebaut und immer gepflegt durch die Mitglieder des Schwarzenberger Schnitzvereins - im Ehrenamt. Ausgerechnet dort haben Vandalen vor einer Woche zugeschlagen. Sie haben völlig grundlos und mit blinder Zerstörungswut die großen Holzfiguren umgestoßen.

Verärgerung ist groß

Der Ärger darüber nicht nur unter den Einheimischen ist groß. Unverständnis liest man in allen Kommentaren, die Erzgebirger in Sozialen Medien veröffentlicht haben. Auch der Oberbürgermeister von Schwarzenberg, Ruben Gehart, kann über die zerstörerische Aktion nur den Kopf schütteln: "Darüber kann ich mich nur ärgern. So eine sinnlose Zerstörung ist nicht zu verstehen. Vor allen Dingen, wenn man weiß oder zumindest ahnt, wie viel Arbeit dahintersteckt", macht sich der Stadtchef Luft.

Kameras sind keine Lösung

Natürlich werde das Ganze auch noch einmal zur Auswertung der Advents- und Weihnachtszeit ein Thema sein. "Wir müssen darüber noch einmal sprechen", so Gehart. Allerdings glaubt er nicht, dass es möglich sein wird, durch Videoüberwachung für mehr Sicherheit zu sorgen.

Hoher Schaden an Figuren

Kameras im öffentlichen Raum seien immer schwierig. Er hofft, dass die Schnitzer die Figuren wieder hinbekommen. "So viel ich gehört habe, sind einige Teile abgebrochen", so der Oberbürgermeister. Außerdem weiß er, dass es schwierig ist eine Werkstatt zu finden, die Teile in dieser Größe drechseln kann.

Mehrmals Zerstörung

Schon in der Vergangenheit habe es immer mal wieder Zerstörungen an Ortspyramiden gegeben. Das alles sei sehr ärgerlich, weil die Dinge eigentlich die Menschen erfreuen sollen.

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