Weihnachtsfiguren zurück aus Sommer-Quartier

Hobby Schnitzgruppe Bockau bereitet sich auf Feiertage vor

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Die Bockauer Schnitzer treffen sich in der ehemaligen Schule in Bockau - Johann Scheibner (vorn li.) und Nico Schwotzer (vorn re.) gehören zum Schnitzer-Nachwuchs. Foto: R. Wendland / Archiv

Bockau. In der Schnitzgruppe Bockau arbeitet jeder an seinem Projekt, man hilft und unterstützt sich gegenseitig. Die Figuren der Bockauer Ortspyramide sind eine Sache, die seitens der Schnitzer gemeinsam betreut und pflegt wird.

Man investiert jedes Jahr einiges an Zeit, um entstandene Risse auszugleichen, eventuell die Farbe zu erneuern oder Ähnliches. Diese Arbeiten sind wichtig, für den Erhalt, schließlich wollen die Bockauer noch viele Jahre Freude an den Figuren haben. Robert Wiechmann hat den Hut auf bei den Schnitzern.

Pyramide wird weihnachtstauglich gemacht

Er sagt: "Die Figuren sind vor zwei Jahren generalüberholt worden. In diesem Jahr mussten wir nichts groß daran machen." Die Figuren hat man jetzt aus dem Sommer-Quartier geholt und sie vorbereitet für die Saison. In diesen Tagen wird die Pyramide mit den Figuren bestückt.

Die Bockauer Schnitzer gehen ihrem Hobby in der Gemeinschaft nach. Man ist nicht im Verein organisiert, sondern in einer losen Gemeinschaft. Man hat sich gefunden und versteht sich gut. Yves Reißig gehört zum Team. Er sagt: "Es ist uns wichtig, die Tradition zu bewahren und zu pflegen und das Wissen an die Kinder und Jugendlichen weiterzugeben.

Wie in vielen anderen Freizeitbereichen, haben auch die Bockauer Schnitzer mit "Personalmangel" zu kämpfen, der oftmals ausbildungs- und berufsbedingt ist. Etwas erholt hat sich die Schnitzgruppe personell, die vor ein paar Jahren nur noch vier Mitstreiter zählte. Heute sind es 14 Mitglieder, die zur Stange halten. Darunter vier Kinder.

Worauf die Bockauer stolz sind:

Es gehört eine Frau zum Team. Auch sie greift zum Schnitzeisen und lässt aus Holzstücken Figuren entstehen. Was die Mitstreiter angeht, so sind die Schnitzer offen für Interessierte. Ihr Domizil haben die Schnitzer in der ehemaligen Grundschule in Bockau. Dort trifft man sich jeden Freitag - die Kinder sind von 17 bis 19 Uhr und die Erwachsenen bis gegen 21 Uhr.

Der Treffpunkt ist ein Fakt, der den Schnitzern einige Sorgen macht. Derzeit nutzt man Räumlichkeiten in diesem Gebäude. Allerdings sei aktuell unklar, wie lange das noch möglich sein wird. Es sei im Gespräche, dass die Schule leergezogen werden soll.