Weihnachtsstimmung in Halsbrücke

Besuch Eine Gemeinde mit vielen Ortsteilen

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Die Pyramide im Halsbrücker Ortsteil Hetzdorf repräsentiert nicht nur den Winter, sondern alle Jahreszeiten. Foto: Wieland Josch/Archiv

Halsbrücke. Spricht man von Halsbrücke, so meinen viele zunächst einmal den Ort vor den Toren von Freiberg, berühmt geworden durch seine "Hohe Esse", die mit ihrer Höhe von 140 Metern einstmals die höchste ihrer Art weltweit war. Doch besteht die Gemeinde Halsbrücke aus erstaunlich vielen Ortsteilen. Neun gehören noch dazu. Darunter Erlicht, Krummenhennersdorf, Falkenberg, Haida, Niederschöna und Oberschaar, um nur jene zu nennen, die auf dieser Seite etwas weniger genannt werden, was schon allein am Platz liegt, dafür aber im kommenden Jahr etwas mehr Beachtung finden sollen. Halsbrücke selbst ist geprägt vom Bergbau der Region. 1349 findet sich die erste Erwähnung als Vorwerk im Lehnbuch von Markgraf Friedrich III. von Meißen. Als "czu dem Halse" wurde es bezeichnet, liegt es doch am südlichen, halsförmigen Rücken der großen Muldenschlinge. Gehörte das Gut "Hals" erst dem Kloster Altzella, so ging es im 16. Jahrhundert an die Stadt Freiberg. Eine Muldenbrücke, welche heute nicht mehr vorhanden ist, gab dem Ort den zweiten Namensteil und schon im 17. Jahrhundert sprach man von "Halßbrücken". Mag auch die Hohe Esse das weithin sichtbarste Denkmal der Bergbaugeschichte Halsbrückes sein, so finden sich doch noch deutlich mehr davon, geht man durch den Ort. Die Erzwäsche sei nur als ein Beispiel genannt. Interessant ist die heute immer noch aktive Wirtschaft, die in der Tradition vergangener Jahrhunderte steht, aber mit modernsten Techniken arbeitet. Etwa die Feinhütte Halsbrücke, wo industrielles Altmaterial in wertvolle Stoffe und Legierungen umgewandelt wird.

Damit ist man ein wichtiger Teil der Kreislaufwirtschaft. Natürlich wird auch in Halsbrücke allerorts das weihnachtliche Brauchtum gepflegt. Überall stehen Pyramiden, wie etwa jene in Hetzdorf, ebenfalls ein Ortsteil der Gemeinde, vor der Freizeithalle. Diese hat noch eine besondere Eigenschaft. Sie ist mit ihren Motiven so aufgebaut, dass sie alle Jahreszeiten, also nicht nur den Winter oder gar allein die Weihnachtszeit darstellt und deshalb auch nicht im neuen Jahr abgebaut werden muss.