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Weitenjäger des LV 90 Erzgebirge schnappt sich DM-Gold

Leichtathletik Mittelprächtige Leistung reicht Korbinian Häßler zum Sieg

Koblenz/Gelenau. 

Koblenz/Gelenau. Mit einer Goldmedaille im Gepäck ist Korbinian Häßler von der Deutschen U-23-Meisterschaft zurückgekehrt. In Koblenz sicherte sich der Weitenjäger des LV 90 Erzgebirge den angepeilten Titel im Diskuswerfen, wobei ihm die Siegesweite gleich im ersten Versuch gelang: 57,57 Meter. Dass sein Wurfgerät danach nicht noch weiter segelte, ärgerte den 21-jährigen Hoffnungsträger etwas: "Wenn ich gleich im ersten Versuch so eine Weite hinlege, muss anschließend mehr kommen", gab sich Häßler selbstkritisch.

EM-Medaille im zweiten Anlauf?

Zugleich versuchte er dem Abschneiden etwas Positives abzugewinnen. "Ich habe mir die gute Weite für die EM aufgehoben", lautete leicht schmunzelnd sein Kommentar, mit dem der Blick bereits auf seinen Saisonhöhepunkt Anfang Juli in Tallinn gerichtet ist. Dort soll der Diskus erst jenseits der 60-Meter-Marke landen.

So könnte es gelingen, nach Platz 4 vor zwei Jahren in Boras im nächsten Anlauf nun eine EM-Medaille zu gewinnen. Schon 2019 in Schweden war der Wurf-Spezialist des LV 90 in guter Form gewesen, doch ein rund 63 Meter langer Versuch war knapp neben dem Sektor gelandet.

Olympia bereits im Hinterkopf

Zunächst steht nun eine einwöchige Vorbereitung in Südtirol an, wo der U-23-Athlet gemeinsam mit den deutschen Olympia-Teilnehmern trainieren wird. Die Spiele in Tokio waren für Häßler noch kein Thema. "Aber 2024 will ich dabei sein", lässt er schon mal durchblicken. Zunächst gilt aber die ganze Konzentration dem Wettkampf in Tallinn.

Am 6. Juli hebt der Flieger in Richtung Estland ab, wo der Sportsoldat sein Potenzial endlich voll ausschöpfen will. Gleiches hätte Rick Schlömilch auch gern bei der U-23-DM getan, allerdings kam er mit 39,83 Metern nicht über den Vorkampf hinaus. Auch Kugelstoßer Marc-Aurel Loibl (5./15,23 m) konnte nicht in den Medaillenkampf eingreifen.