Weltblutspendetag - Sachsen benötigt 700 Spenden pro Tag

Aktion In drei Blutgruppen herrscht akuter Bedarf

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Der Blutspendedienst ist regelmäßig in den Kommunen der Region zu Gast. Foto: Andreas Bauer

Zschopau. In der Zschopauer Martin-Andersen-Nexö-Oberschule kann an diesem Mittwoch ab 15 Uhr Blut gespendet werden. Das ist eigentlich nichts Ungewöhnliches, denn der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost ist fast täglich mit einer mobilen Einheit unterwegs.

So besteht beispielsweise auch am 19. Juni im Marienberger DRK-Bürgerzentrum sowie am 21. Juni in der Gornauer Grundschule die Möglichkeit, mit geringem Aufwand zum Retten von Leben beizutragen. Und doch ist der Termin an diesem Mittwoch etwas Besonderes, denn der 14. Juni gilt als Weltblutspendetag.

Dank Landsteiner kann vielen Menschen besser geholfen werden

Der Termin wurde ausgewählt, weil dies der Geburtstag von Karl Landsteiner ist, der einst die Blutgruppen entdeckte. Ein ganz wichtiger Schritt in der Entwicklung der Medizin, denn fortan konnte den Menschen noch besser geholfen werden. Laut einer Statistik werden in Deutschland jeden Tag rund 15.000 Blutspenden zur Behandlung von Patienten benötig.

Deshalb wird auch in Sachsen ein hoher Aufwand betrieben. Täglich sind etwa 700 Blutspenden nötig, um allein die Patientenversorgung im Freistaat für fünf Tage sicherzustellen. Doch oft werden die Reserven knapp. In welchen Blutgruppen der Bedarf aktuell besonders groß ist, zeigt das Blutspende-Barometer im Internet an www.blutspende-nordost.de.

Und dort wird deutlich, dass in den Blutgruppen A-, 0- und B- derzeit ein beunruhigend geringer Blutbestand herrscht. Spendenfähige Personen im Alter von 18 bis 73 Jahren sind deshalb aufgerufen, zum Retten von Menschenleben beizutragen, erst recht am weltweiten Blutspendetag. Eine Dankeschön-Aktion des DRK gibt es da auch.