Welterbe-Antrag ist unterzeichnet

Welterbe Silberschmelzhütte Sankt Georgen gehört als Objekt mit dazu

welterbe-antrag-ist-unterzeichnet
Die Silberschmelzhütte Sankt Georgen in Schneeberg gehört zu den Welterbe-Objekten. Foto: R. Wendland

Schneeberg. Der grenzübergreifende Antrag der "Montanregion Erzgebirge/Krusno Hory" auf Aufnahme in die Welterbeliste ist unterzeichnet. Sachsen und Tschechien gehen dabei einen gemeinsamen Weg. Sachsens Innenminister Markus Ulbig ist optimistisch, die gemeinsame Bewerbung habe eine gute Chance.

Die Montanregion Erzgebirge habe es verdient, Welterbe zu werden aufgrund des herausragenden kulturellen Erbes. Es sind 22 Bestandteile aus denen sich der Antrag zusammensetzt. Davon sind 17 auf deutscher und fünf auf tschechischer Seite.

Sie repräsentieren den sächsisch-böhmischen Erzbergbau

In ihrer Gesamtheit repräsentieren die ausgewählten Bestandteile die wichtigsten Bergbaugebiete und Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus. Diese bilden größere Kulturlandschaften und stehen funktional im Zusammenhang. Der Internationale Denkmalrat hat Kernempfehlungen gegeben, die man aufgegriffen hat.

Was die Kulturlandschaft angeht, so hat man einzelne Bestandteile zu größeren Kulturlandschaftsgebieten verbunden und man hat sich mehr auf den Erzbergbau konzentriert. Außerdem hat man den außergewöhnlichen universellen Wert des erzgebirgischen Montanwesens im Zusammenhang mit den technologischen, wissenschaftlichen und administrativen Errungenschaften stärker herausgestellt.

Entstanden ist eine Antragsunterlage, die insgesamt 782 Seiten hat - diese hat man in drei Bände gefasst. In der Region wird das Projekt vom Welterbeverein Montanregion Erzgebirge getragen. Dort sind drei Landkreise und 32 Kommunen Mitglied.