Welterbe-Antrag steht vor Einreichung

Montanregion Verein geht erneut ins Rennen

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Volker Uhlig am Schacht "Alte Elisabeth", der historischen Bergbauanlage in Freiberg. Foto: Ilka Ruck

Erzgebirge. Gut eineinhalb Jahre nach der Rücknahme des damaligen Welterbeantrags "Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krusnohori" konnte den Mitgliedern der antragstellenden Region am Mittwoch in Marienberg der neue Welterbeantrag in digitaler Form vorgestellt werden.

Beauftragte Geschäftsführung des Vereins ist die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH (WFE GmbH). Seit vergangenem Dienstag befinde sich der neue Antragsband im Druck und soll am 8. Dezember fertig gebunden vorliegen. Dazu informiert WFE-Geschäftsführer Matthias Lißke: "Wir liegen damit auf dem Tag genau im Zeitplan, denn bereits am 11. Dezember soll der Antrag durch den Sächsischen Innenminister, Markus Ulbig, und einen Vertreter des Kulturministeriums der Tschechischen Republik offiziell in Dresden unterzeichnet werden."

Komplette Umgestaltung

Vor genau einem Jahr hatte die Mitgliederversammlung beschlossen, den überarbeiteten Welterbeantrag bis zum Stichtag 1. Februar 2018 erneut bei der UNESCO in Paris einzureichen. Der dreiteilige Nominierungsband mit Welterbeantrag, Managementplan und Kartenband wurde komplett überarbeitet und umgestaltet. Neben dem kürzeren Antragstitel - "Montanregion Erzgebirge/Krusnohori" - hat sich auch die Struktur der Welterbe-Bestandteile grundlegend geändert.

Die ursprünglich 79 sächsischen Bestandteile wurden zu 17 Bestandteilen zusammengefasst, fünf befinden sich auf tschechischer Seite. Insgesamt 18 sogenannte "assoziierte Objekte" ergänzen die Welterbe-Bestandteile auf sächsischer Seite. "Mit der fristgerechten Fertigstellung der Unterlagen gehen wir nun erneut ins Rennen. Ich bin optimistisch, dass wir es beim zweiten Anlauf schaffen werden", erklärte Landrat a.D. Volker Uhlig, der dem Welterbeverein für den Landkreis Mittelsachsen vorsteht.