Welterbe: Marienberg hat beste Chancen

Montanregion Welterbeantrag punktet mit neuer Struktur

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Das Zschopauer Tor sieht nach der Renovierung einfach prächtig aus. Foto: Ilka Ruck

Erzgebirge/Marienberg. Die Bergstadt Marienberg hat vieles zu bieten und auch sie ist auf dem Weg zum Welterbe. Natürlich nur, wenn alles klappt wie vorgesehen. Doch damit es diesmal perfekt wird, wurde der Welterbeantrag zur "Montanregion Erzgebirge / Krusnohori" von den Mitgliedern des Vereins "Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V." in neuer Struktur bestätigt.

Was genau ist mit neu gemeint?

Die drei grundsätzlichen Empfehlungen von ICOMOS, dem Internationalen Denkmalrat in Paris, wurden final umgesetzt. So soll die Nominierung vor allem durch die Zusammenfassung von Bestandteilen gestärkt werden.

Im jetzigen Ergebnis wurden die ursprünglich 79 sächsischen Bestandteile hauptsächlich durch Verbindung der Kernzonen und gemeinsamer untertägiger Bergbaustrukturen auf nun 17 zusammengefasst. Einzelne Objekte wurden herausgelöst. Sieben von 32 Mitgliedskommunen sind betroffen, die nun keinen eigenständigen Bestandteil mehr haben, deren Objekte aber als "assoziierte Stätten" weiterhin im Welterbeantrag eingebunden bleiben.

Bergbaulandschaft wird durch historische Altstadt ergänzt

Für Marienberg heißt das, dass neben der Bergbaulandschaft Lauta auch die historische Altstadt mit auf der Liste steht. Einmalige Gebäude tragen zum Stadtbild bei und bilden ein wunderbares Ensembles, das man erleben sollte.

Sehenswert sind auf alle Fälle das Rathaus im Stil der Renaissance, die Stadtkirche St. Marien, nach dem Vorbild der Stadtkirchen in Annaberg und Pirna als letzte große spätgotische Hallenkirche Obersachsens erbaut und das 1545 erbaute Zschopauer Tor, das nach erfolgter Renovierung in neuem Glanz erstrahlt.

Im Sommer 2019 fällt die Entscheidung

Eine Besonderheit stellt ebenso das sogenannte Lindenhäuschen dar - ein typisches, noch weitestgehend original erhaltenes Bergarbeiterwohnhaus, das zu den ältesten Häusern der Stadt gehört. Bleibt zu hoffen, dass all dies im Sommer 2019 auf der UNESCO-Welterbeliste eingeschrieben ist.