Welterbeantrag geht erneut ins Rennen

Kulturerbe Vorschläge für Montane Kulturlandschaft wurden abgespeckt

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Matthias Kreibich hofft auf den neue Welterbeantrag. Foto: Ilka Ruck

Erzgebirge. Der Weg ist das Ziel, meinte Matthias Kreibich und holte mit einem verschmitzten Lächeln das Werbeplakat für die Montanregion Erzgebirge als Weltkulturerbe wieder aus der Versenkung hervor. Nun hofft der Geschäftsführer des Besucherbergwerks Ehrenfriederdsorf auf den neuen Welterbeantrag. Denn der Antrag "Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krusnohori" geht Anfang 2018 erneut ins Rennen. Zu ihrer 2. Mitgliederversammlung beschlossen die Vertreter der Landkreise, Sta?dte und Gemeinden im Verein Welterbe Montanregion Erzgebirge in Freiberg, den Anfang dieses Jahres zurückgezogenen Welterbeantrag nach abgeschlossener Überarbeitung bis zum Stichtag 1. Februar 2018 an die Unesco in Paris einzureichen. Ebenso wurde die neue Antragsstruktur bestätigt, die auf Anraten des Internationalen Denkmalrat in Paris (Icomos) eine deutliche Reduzierung der Bestandteile auf sächsischer Seite vorsieht. So soll die Nominierung vor allem durch die Zusammenfassung von Bestandteilen gestärkt werden. Für Matthias Kreibich heißt das im Klartext: "Bergwerke, Pochwerke und Hütten gehören zusammen. Dazu kommen Technik und Innovation. Und dabei kann Ehrenfriedersdorf mit seiner Radpumpe punkten. Sie wurde im Jahr 1540 hier erfunden und hat Einfluss auf den Bergbau in der ganzen Welt genommen. Untertage können wir den Besuchern zeigen, welche Technologien es gab, wie die Bergleute gelebt und gearbeitet haben, aber auch welche Bedeutung der Bergbau für die Menschen und die Region hatte." Das Besucherbergwerk hat Glück, denn es gehört zu den zirka 20 Bestandteilen, die von ehemals 79 übrig geblieben sind. Doch es gibt potenzielle Erweiterungsvorschläge sogenannte assoziierte Objekte. Dazu gehören das Kalkwerk Lengefeld, das Geotop Scheibenberg, die Papiermühle Niederzwönitz, die Eisenhütte Schmalzgrube und die Bergbaulandschaft Bad Schlema.