Welterbetitel für Montanregion ist zum Greifen nah

Projekt Weltdenkmalrat empfiehlt Einschreibung auf Welterbeliste

Erzgebirge/Mittelsachsen. 

Erzgebirge/Mittelsachsen. Der Welterbetitel ist zum Greifen nah. Und wenn alles klappt, dann könnte das Welterbeprojekt "Montanregion Erzgebirge/Krusnohori" im Juli dieses Jahres in das Unesco-Welterbe aufgenommen sein. Die Aussichten stehen gut, meint auch die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH, verantwortlich für die Gesamtprojektsteuerung. Anfang Juli wird das Welterbeprojekt auf der 43. Sitzung des Welterbekomitees in Baku/Aserbaidschan zur Abstimmung gebracht. Der Welterbeverein, bestehend aus 32 Städten und Gemeinden, drei Landkreisen sowie dem Förderverein Montanregion Erzgebirge ist damit nach intensiver Arbeit auf der Zielgerade.

 

Bergakademie Freiberg unterstützt das Projekt

 

Unterstützt wurde der Verein durch die wissenschaftliche Arbeit der TU Bergakademie Freiberg mit dem Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte von Prof. Helmuth Albrecht mit Friederike Hansell. Das jetzt vorliegende grenzüberschreitende Projekt enthält 22 Bestandteile, davon 17 auf deutscher und fünf auf tschechischer Seite, die gemeinsam ein Welterbe darstellen. Am Dienstag konnte die Region die Empfehlung an das Welterbekomitee der Unesco zum Einschreiben in die Unesco-Welterbeliste entgegen nehmen. Daraus ergibt sich laut Verein, eine gute Ausgangsposition für die Welterbetagung in Baku/Aserbaidschan.

Doch die Initiatoren wissen auch: Die jetzige Empfehlung von Icomos ist ein wichtiger Zwischenschritt, und endgültig sicher ist der Welterbetitel erst im Juli 2019. Als Vorsitzender des Welterbevereins sagt Volker Uhlig: "Nach der langen, intensiven Arbeit vieler engagierter Partner am Welterbeprojekt freuen wir uns über die fachliche Beurteilung des Welterbeantrags und sehen nun mit besonderer Spannung der Entscheidung der Unesco zur Aufnahme ins Welterbe entgegen."