Weltoffenheit und Engagement als Schlüssel

Werkstattgespräch Diskussionsrunde in Zschopau liefert viele Anregungen

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Volkmar Zschocke, der Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag, sammelte in Zschopau wichtige Erkenntnisse. Foto: Bauer

Zschopau. Eine Serie von vier Gesprächsrunden, mit denen sich die sächsische Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Erkenntnisse an der Basis verschaffen wollte, ist in dieser Woche in Zschopau zu Ende gegangen. Das letzte der sogenannten Werkstattgespräche drehte sich um das Thema "Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels im Erzgebirge". Neben Behördenvertretern waren auch sozial engagierte Bürger gekommen, um ihre Gedanken auszutauschen.

"Weltoffenheit wächst, wo Menschen einander entdecken"

Als Anstoß dienten dabei vier Impulsreferate, die sich jeweils auf bestimmte Problematiken in der Region konzentrierten. So äußerte sich beispielsweise Pfarrer Johannes Roscher, der als ehrenamtlicher Ausländerbeauftragter des Landkreises fungiert, zur Weltoffenheit im Erzgebirge und zu Perspektiven für Zuwanderer. "Weltoffenheit wächst, wo Menschen einander entdecken", lautete seine Botschaft in der Hoffnung auf mehr Kontakte zwischen der hiesigen Bevölkerung und den Geflüchteten.

Demografischer Wandel

Zschopaus Oberbürgermeister Arne Sigmund sprach über die Bedeutung lebendiger Ortskerne und die soziale Infrastruktur vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Dabei berichtete er über die Bemühungen der Interessen-Gemeinschaft "Unser Zschopau". Allerdings sei noch mehr Initiative gefragt, denn aktuell sei der Trend "Konsumieren vor Engagieren" zu spüren.

Mit einem einfacheren Fördersystem könnte der Freistaat mehr Initiative wecken. Dies sowie die fehlende Mobilität im Erzgebirge waren zwei der Erkenntnisse des Fraktionsvorsitzenden Volkmar Zschocke. Bis Jahresende will er mit seiner Partei einen 25-seitigen Handlungsleitfaden erstellen, der auf den Inhalten der Gesprächsrunden beruht.