Weltwassertag: Karo Dancers tanzen im "Actinon"

Aktion In historischer Badekleidung geht's ins kühle Nass

Punkt 18 Uhr gab es den Sprung ins Wasser. Foto: Ralf Wendland

Bad Schlema. Zum Weltwassertag am Donnerstag ist im Gesundheitsbad "Actinon" in Bad Schlema richtig was los gewesen. Den ganzen Tag über sind verschiedene Aktionen gelaufen. Ob Wassergymnastik, die Wasserbar der Wasserwerke Westerzgebirge im Foyer mit Cocktails aus Trinkwasser, der Ausschank von radonhaltigem Heilwasser durch das Bad Schlemaer Brunnenmädchen Stephanie Lippert oder die Führung durch die technischen Anlagen des Kurmittelhauses.

Spannend war der Countdown zum Sprung ins Wasser, der Punkt 18 Uhr in allen sächsischen Heilbädern und Kurorten gleichzeitig stattfand. Die Karo Dancers aus Bad Schlema haben diese Aktion begleitet: Sie tanzten ausgiebig und sprangen dann noch selbst ins Becken. Da Bad Schlema in diesem Jahr sein Jubiläum "100 Jahre Kurbetrieb im Schlematal" feiert, sind die jungen Leute in Badekleidung im Stil der 20er und 30er Jahre geschlüpft. Im Anschluss gab es für alle Gäste Aqua-Fitness und zu späterer Stunde hat man Saunagäste mit Spezialaufgüsse überrascht. Ein weiteres Highlight war das Candle-Light-Schwimmen im Gesundheitsbad bis 23 Uhr.

Wasser ist ein wichtiges Lebenselixir

Dr. Frank Kippig, Geschäftsführer der Wasserwerke Westerzgebirge, sagt: "Das Thema Wasser ist für uns alle ein außerordentlich wichtiges. Wir haben in Deutschland die härtesten Vorschriften, die es weltweit gibt - aufgrund unserer Trinkwasserverordnung." Den Weltwassertag begeht man seit 25 Jahren und es sei immer wieder ein wichtiger Tag, den man nutzt, um auf das Thema Wasserversorgung hinzuweisen. Es werde wenig wahrgenommen, sagt Kippig: "Für die meisten Leute ist es eine Selbstverständlichkeit, dass das Wasser aus der Leitung kommt."

Es geht auch um den Schutz der Ressourcen und daran arbeite man, so der Geschäftsführer. Wasser ist wichtig für die Menschen und muss bezahlbar bleiben. Dazu sagt Kippig: "Wir halten seit 22 Jahren die Trinkwassergebühren stabil. In der Zeit konnten wir die Gebühren sogar zweimal senken. Das spricht, denke ich, für sich, wenn man sich beispielweise Gas und Energie im Vergleich anschaut." Damit das Trinkwasser auch weiterhin erschwinglich ist, bleibt man am Ball und versucht neue, innovative Technologien einzusetzen.

Nanotechnologie hält Einzug in die Versorgung

Stolz ist Kippig darauf, dass sich die Wasserverluste, sprich das wertvolle Nass, dass beim Kunden nicht ankommt, deutlich reduziert haben: "Kurz nach der Wende hatten wir Verluste von über 50 Prozent. Mittlerweile haben wir einen Wert, der um die acht Prozent liegt." Man bleibt nicht stehen, sondern stellt sich immer neuen Anforderungen. Ein Thema ist die Ultra-Filtration. Die Nanotechnologie habe Einzug gehalten in der Wasserversorgung, so Kippig. In Aue sei die Technik im Einsatz. Kippig spricht von 2,3 Millionen Investition, die man ohne Förderung gestemmt habe. Das Thema "kritische Infrastruktur" komme immer mehr zum Tragen.Das heißt: man arbeitet mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen.