Wenn alte Epochen lebendig werden

Mode Gelenauer Verein "Vetos Civitas" feiert 20-jähriges Bestehen

Gelenau. 

Gelenau. Als 1989 auf Initiative von Dorothea Herrmann sieben Gelenauer zusammenfanden, die sich für Mode interessierten, ahnte noch niemand, was aus dieser Gruppe entstehen sollte. Vereint durch das Interesse für Bekleidung und Geschichte begann die Gruppe zu wachsen. Dem ersten Auftritt in historischen Gewändern, der damals bei der 650-Jahr-Feier in Ehrenfriedersdorf bestaunt wurde, sollten bis heute viele weitere folgen.

"In den vergangenen 20 Jahren waren es genau 162 Auftritte", sagt Jaqueline Beyer. Dass die 57-Jährige so genau über diese Zeitspanne Bescheid weiß, hat seinen Grund. Schließlich wurde im Mai 1999 ein eigener Verein gegründet. "Vetos Civitas" nennen sich die mittlerweile 40 Mitglieder im Alter von 6 bis 82 Jahren, die gerade ihr Jubiläum feiern durften. Genau genommen waren es sogar zwei, denn neben dem 20. Vereinsgeburtstag wurde auch auf den eigentlichen Beginn vor 30 Jahren angestoßen.

 

"Vetos Civitas" beeindruckt das Publikum

"Für jeden unserer Auftritte erstellen wir extra ein Programm", erklärt Jaqueline Beyer, die als Vereinsvorsitzende fungiert. Von Geburtstagsfeiern über Bahnhofsfeste bis hin zum Tag der Sachsen, wo die Gelenauer schon fünfmal das Publikum beeindruckten, reicht die Spannbreite. Und immer wieder wartet "Vetos Civitas" dabei mit neuen Ideen und neuen Kleidungsstücken auf. Diese entführen die Zuschauer in längst vergangene Epochen, die bis ins Jahr 1400 zurückreichen.

Dass inzwischen mehr als 500 Gewänder zusammengekommen sind, liegt an Reinhold Uhlig. Der 82-jährige Vater von Jaqueline Beyer, der 45 Jahre lang am Annaberger Theater als Obergewandmeister gearbeitet hat, lässt sich auch heute noch viel einfallen. Doch genauso wichtig sind die anderen Mitglieder. Egal, ob sie nur hinter den Kulissen helfen oder auf dem Laufsteg voller Freude alte Zeiten wieder lebendig werden lassen.