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Chemnitz

Wenn die erzgebirgische Mundart auf Reisen geht

Aktion Erzgebirgisches Wort des Jahres 2021 wird gesucht

Erzgebirge. 

Erzgebirge. Weiß eigentlich heute noch jemand, was echter, uriger Spaß ist? Wohl kaum. Die Pandemie bremst jede Fröhlichkeit aus und ein herzhaftes Lachen wird immer seltener. Was bleibt, ist die Erinnerung und das Hoffen auf die Zukunft. Für einen Riesengaudi sorgten immer wieder Veranstaltungen des Erzgebirgsvereines (EV), wenn es um die Bekanntgabe des "Erzgebirgischen Mundartwortes" ging.

Doch seit dem vergangenen Jahr ist bekanntlich alles anders. Die Verkündungsveranstaltung fiel ins Wasser. Selbst die Alternative, das Event ohne Publikum jedoch mit Programm aufzuzeichnen und dann per Video-Stream und im Fernsehen zu zeigen, war nicht möglich. Die ganze Sache ausfallen lassen, das kam für Carmen Krüger, Kulturwartin des EV, aber nicht in Frage. Für sie stand fest: "Das Virus kennt die Erzgebirger nicht! Wir lassen uns die Mundart nicht verbieten." Und so erfolgte die offizielle Verkündung des Siegerwortes "dambern" am 29. Dezember 2020 per Internet. Nun geht das "Erzgebirgische Mundartwort 2021", initiiert vom Erzgebirgsverein gemeinsam mit der Freien Presse, in die 5. Runde. "Diesmal werden Begriffe rund ums Reisen gesucht. Welche Worte fallen uns da ein. Aziehzeich für den Koffer, Bemme für unterwegs und vieles mehr", so Carmen Krüger, die weiter erklärt: "Oder gibt es Episoden in der Fremde, die wir mit erzgebirgischen Wörtern erlebt haben.

So ging es zum Beispiel der Band Engel in Zivil aus Ehrenfriedersdorf. Auf einem ihrer Konzerte waren sie in einer Gaststätte. Es wurde etwas verschüttet und Holger sagt zu der Bedienung: 'Iech bräucht mol en Hoder'. Die Bedienung guckte ganz verdattert und da meint Holger Rockstroh na e Aufwischlappl. Solche herrlichen Anekdoten suchen wir." Bis zum 1. September können Wörter oder auch Geschichten, zu denen eine kurze hochdeutsche Beschreibung hinzuzufügen ist, eingereicht werden. Zum einen an den Erzgebirgsverein: info@erzgebirgsverein.de oder auch per Post sowie an die Freie Presse per Post oder E-Mail red.annaberg@freiepresse.de. Dann sucht die Jury wieder zehn Wörter aus und jeder der Lust hat, kann sein Lieblingswort wählen. Am 17. Oktober wird das Wort hoffentlich mit einer großen Veranstaltung im Thumer Volkshaus gekürt.



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