Wenn Schüler Politik machen

Planspiel Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt in Breitenbrunn, wie Demokratie funktioniert

Welche Aufgaben hat der Bürgermeister? Wer sitzt im Gemeinderat? Welche Rechte haben die Räte? Das sind Fragen mit denen sich die Neuntklässler der Goetheschule Breitenbrunn in dieser Woche auseinandergesetzt haben.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung war mit ihrem Planspiel Kommunalpolitik an der Schule. Eingerührt hatte den Besuch die SPD-Landtagsabgeordnete Simone Lang. Sie wollte, dass das realitätsnahe Spiel an der Schule ihres Heimatortes Station macht. Aber nicht nur Lang, sondern auch Gemeinderäte verschiedener Fraktionen und Bürgermeister Ralf Fischer bereicherten das Angebot, in dem sie für Fragen zur Verfügung standen. Fischer persönlich hielt am Freitag die von den Schülern simulierte Gemeinderatssitzung.

Ziel des Planspiels ist es, den Schülern möglichst alltagsnah zu vermitteln, wie Demokratie funktioniert. "Sie sollen demokratische Strukturen kennenlernen", sagt Stiftungsmitarbeiterin Annekatrin Friedrich.

Dabei geht es nicht um die große Politik, die in Berlin und Dresden gemacht wird, sondern um die Politik direkt vor der Haustür. Damit das Planspiel authentisch wird, arbeitet die Ebert-Stiftung, eng mit der jeweiligen Gemeindeverwaltung zusammen. Die Schüler lernen, wie man Anträge für eine Gemeinderatssitzung formuliert und wie man politische Anfragen stellt. Auch in Breitenbrunn wurden diese von der Verwaltung beantwortet werden.

Für die Schüler war es besonders spannend, die eigenen Themen anzusprechen und die Fragen zu stellen, die ihnen auf den Nägeln brennen. "Der Bürgermeister hat uns für Anfang nächsten Jahres zu einer Gemeinderatssitzung eingeladen", freute sich beispielsweise Laura Urland (15) aus Crandorf und hofft, dass sich der ein oder andere Vorschlag umsetzen lässt. Zu den Vorschlägen und Anfragen gehörten bessere Busverbindungen, schülerfreundlichere Preise im Schulclub oder auch ein erweitertes Sportangebot.