Wer angelt sich die Vugelbeerkrone?

Wahl Fünf attraktive Frauen wollen als Vugelbeerprinzessin Werbung für die Region machen

Annett Lieberei (47) aus Aue ist eigentlich gelernte Bänkerin, arbeitet jetzt aber bei der TÜV Südakademie in Zwickau. Sie ist seit zehn Jahren verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. "Wenn ich unterwegs bin, höre ich im Zusammenhang mit dem Erzgebirge immer wieder Aue und Fußball", sagt sie: "Dabei hat unsere Region viel mehr zu bieten. Wir sind eine wunderbare Ferienregion, haben eine tolle Landschaft mit zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten. Zudem gibt es bei uns leckeres Essen und Trinken und ganz viele liebenswerte Menschen." Dafür wolle sie als Vugelbeerprinzessin Werbung machen. Ihre Bewerbung sei zunächst eine Schnapsidee gewesen. "Während eines Brunchs bei Freunden sind wir darauf gekommen." Ausschlaggebend sei dann die Reaktion ihres Mannes gewesen: "Er hat gesagt: Na dann mach doch." Die Aufgabe würde sie jedenfalls sehr ernst nehmen. klw

Denise Ullmann (33) aus Eibenstock will aus gutem Grund Vugelbeerprinzessin werden: "Ich bin dem Erzgebirge sehr verbunden. Ich pflege die Traditionen und die Mundart." Schon als Kind ist sie in der Mundartgruppe des Erzgebirgsvereins aufgetreten. Auch heute hat sie künstlerische Ambitionen. Bei Freunden und Bekannten tritt sie gern als Alleinunterhalterin auf. "Natürlich wird dabei nur Erzgebirgisch gesprochen und gesungen", sagt die 33-Jährige, die verheiratet und Mutter eines kleines Sohnes ist. "Beruflich habe ich viel mit Menschen aus verschiedenen Nationen zu tun", so Ullmann, die bei den Elektrowerkzeugen Eibenstock für den internationalen Vertrieb verantwortlich zeichnet, viel auf Messen unterwegs ist. Sie spricht perfekt Englisch, Französisch und Spanisch. "Als Vugelbeerprinzessin würde ich auf interessante Kontakte hoffen und Werbung für die Region und meine Firma machen." klw

Susann Zander (25) aus Bad Schlema arbeitet als Industriemechanikerin bei der Firma Meleghy in Bernsbach. Durch ihre Firma und ihre Arbeit habe sie auch eine besonders enge Verbindung zu Lauter-Bernsbach.

"Eigentlich wollte ich mich gemeinsam mit zwei Freundinnen um das Amt bewerben", sagt die junge Frau: "Leider sind die beiden beruflich verhindert." Und so nahm Susann Zander das Projekt "Vugelbeerprinzessin" allein in Angriff. Das Erzgebirge sei ein schönes Fleckchen Erde, das sie gern vertreten und aufs Beste repräsentieren wolle. "Ich freue mich vor allem auf die Stimmung zum Vugelbeerfast." Schließlich ist sie ja auch als eine der insgesamt fünf Kandidatinnen von Anfang bis Ende dabei. Die 25-Jährige ist gern auf dem Fahrrad oder auf ihren Inline Skates unterwegs. Susann Zander lebt in einer festen Partnerschaft, hat aber noch keine Kinder. klw

Carolin Albert (19) wohnt in direkter Nachbarschaft der Firma Lautergold. "Ich bin im vergangenen Jahr mit meinem Freund hierher gezogen", erzählt die 19-Jährige, die aktuell eine Ausbildung zur Kauffrau für Versicherung und Finanzen bei der Sparkassenversicherung absolviert. "Die Idee, mich als Vugelbeerprinzessin zu bewerben, hatte ich schon vor langer Zeit. Ich hatte davon in der Zeitung gelesen", erinnert sich die junge Frau: "Doch erst war ich noch keine 18 Jahre, dann war ich im Abi-Stress, doch jetzt klappt es", sagt Carolin Albert. Zeit für das Ehrenamt werde sie auf jeden Fall genügend haben. "Das dürfte kein Problem sein." Für die Wahl will sie nichts dem Zufall überlassen, rührt schon jetzt mächtig die Werbetrommel für ihre Person: "Über Facebook, in der Nachbarschaft, bei Freunden und meiner Familie." An einheimischer Unterstützung dürfte es nicht fehlen: Ihr Freund ist in Lauter aufgewachsen. klw

Angie Seidel (24) ist in Lauter-Bernsbach im Ortsteil Bernsbach zuhause. Momentan allerdings wälzt die junge Frau hauptsächlich Bücher. Denn an der Technischen Universität (TU) Chemnitz studiert sie "Rechnungslegung und Unternehmenssteuerung". Zu den Hobbys der 24-Jährigen gehören Sport, Musik und Literatur. Zudem wechselt sie gern einmal die Perspektive und fotografiert, was das Zeug hält. Zum 20. Lauterer Vugelbeerfast wird sie dazu sicherlich kaum Gelegenheit haben, denn dann steht sie gemeinsam mit den vier anderen Mitbewerberinnen im Fokus. Angie Seidel liebt das Erzgebirge: "Ich bin sehr heimatverbunden und besuche sehr gern meine Eltern in Bernsbach auf dem Balkon des Erzgebirges." Beim Publikum will sie eventuell künstlerisch punkten und durch ihre positive Ausstrahlung überzeugen. "Natürlich wird mich meine Familie bei der Wahl unterstützen und am Freitag vor Ort die Daumen drücken." klw