Werbung um Handwerker-Nachwuchs

Ausbildung Gesellen im Rahmen der Westerzgebirgischen Leistungsschau freigesprochen

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Im Rahmen der Westerzgebirgischen Leistungsschau hat es jetzt im Kulturzentrum "Goldne Sonne" in Schneeberg die Gesellenfreisprechung gegeben - junge Leute haben ihre Prüfung bestanden.Foto: R. Wendland

Schneeberg. Die Westerzgebirgische Leistungsschau in Schneeberg hat jetzt einen würdigen Rahmen für die Freisprechung von Gesellen gegeben. Insgesamt 26 junge Leute verschiedener Handwerke sind von ihrem Lehrverhältnis freigesprochen und in den Kreis der Gesellen aufgenommen worden. Darunter Maler und Lackierer, Tischler und Bäcker.

Steffen Böttcher, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft sagt: "Wir sind froh, dass wir die jungen Leute haben, die einen Handwerksberuf erlernt und die Prüfung jetzt erfolgreich und mit guten Ergebnissen abschlossen haben." Die Weiterentwicklung steht den Absolventen frei. Selbst als Geselle hat man nicht ausgelernt. Der Prozess geht ein Leben lang weiter.

Es wollen nicht genügend Leute ins Handwerk

Die Perspektive des Meisterabschlusses ist nur eine Möglichkeit. Handwerksbetriebe gibt es in der Region unzählige, allein in Schneeberg sind es rund 300 an der Zahl. Es heißt immer so schön, Handwerk hat goldenen Boden. Allerdings haben viele der Unternehmen das Problem, geeignete Fachkräfte zu finden und auch junge Leute mit Interesse am Handwerk sind eher dünn gesät. Die Jugend heute wolle viel lieber einen Bürojob als sich die Hände schmutzig zu machen.

"Es liegt nicht allein an der Bezahlung", weiß Steffen Böttcher. Bedenklich sei, dass in vielen Bereichen des Handwerks die Unternehmensnachfolge ungeklärt sei. Auf der ganzen Linie versucht man, junge Leute in der Region zu halten und für ein Handwerk zu begeistern.

Dazu sollte auch die Westerzgebirgische Leistungsschau beitragen, die in Schneeberg stattgefunden hat. Dort haben sich Handwerker präsentiert und ihr Spektrum aufgezeigt. Besucher hatten Gelegenheit, mit den Akteuren ins Gespräch zu kommen.