Werfertag im Erzgebirge wird seinem Weltklasse-Anspruch gerecht

Weltklasse im Erzgebirge hatten die Gastgeber in Gelenau versprochen – Und die bekamen die mehr als 1500 Zuschauer auch zu sehen

Gelenau

Mit dem Umzug von Thum nach Gelenau ist der Internationale Werfertag des LV 90 Erzgebirge am vergangenen Wochenende in eine neue Ära gestartet. Und die Premiere an neuer Wettkampfstätte ist vollauf gelungen.

Bestes Wetter lockt zahlreiche Besucher ins Sportareal

Mehr als 1500 Zuschauer erlebten im Sportareal „Erzgebirgsblick“ Wettbewerbe auf höchstem Niveau und bei bestem Leichtathletik-Wetter. „Das Stadion, in dem jetzt geworfen wird, ist auch bei den Athleten sehr gut angekommen“, freut sich Mitorganisator Sven Lang, der mit seinem großen Helfer-Team nicht nur vom großen Publikum ein positives Feedback erhielt.

Viel Lob von den Sportlern

„Hier bedeutet den Menschen das Werfen sehr viel. Und auch wenn nur ein Zehntel so viele Leute da sind wie in einem großen Stadion, fühlt es sich doch super an, weil alle so nah dran sind“, sagte zum Beispiel Scott Lincoln, der mit 21,16 Metern das Kugelstoßen der Männer vor dem Mexikaner Uziel Muñoz und Nick Palmer aus Neuseeland gewann.

„Auch die Verpflegung ist hier bestens, vor allem das Bier“, so der 21-fache britische Meister, der nur einer von rund 20 Olympia- und WM-Teilnehmern war. Genau wie Samantha Borutta, die mit 70,28 Metern im Hammerwerfen erfolgreich war, und die Kugelstoß-Siegerin Jessica Inchude aus Portugal.

Lokalmatador feiert Heimsieg

Obwohl die Portugiesin der stark aufgelegten Katharina Maisch den Sieg im Kugelstoßring mit zwei Zentimetern Vorsprung vor der Nase wegschnappte, konnte auch die Lokalmatadorin vom LV 90 Erzgebirge mit sich zufrieden sein. Schließlich knackte Katharina Maisch zum ersten Mal in diesem Jahr die 19-Meter-Marke (19,04 m).

Jubeln durften die Gastgeber auch, weil dank Steven Richter ein Sieg gelang. Der aus Gelenau stammende Diskus-Spezialist erkämpfte quasi vor der eigenen Haustür mit 64,84 Metern den Sieg. „Eigentlich hätte ich gern den Meeting-Rekord geknackt. Aber wichtig ist erst einmal der Sieg“, sagt der 23-Jährige, der dafür im nächsten Jahr die Bestmarke des Werfertags anpeilt, die jenseits der 67 Meter liegt.

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