Wichtig ist ein direkter Draht

Ausbildung Junge Leute vergleichen Unternehmen heute ganz gezielt

Die Wirtschaftsförderung Erzgebirge hat bei der Berufsorientierung junger Leute ein Ziel: möglichst frühzeitig sensibilisieren und regionale Möglichkeiten aufzeigen. "Es gibt 350 Ausbildungsberufe, da ist es schwer, sich zu orientieren. Es ist selten, dass Jugendliche ganz klare Vorstellungen haben", weiß Kerstin Hillig von der Wirtschaftsförderung. Bei der Ausbildungsmesse in Aue sei deutlich geworden, dass das verarbeitende Gewerbe dominiere.

"Was etwas im Schatten steht, sind die sozialen Berufe", so Hillig. Was andererseits auffalle sei: "Die Jugendlichen vergleichen ganz gezielt, wie der Verdienst aussieht." Gerade bei Auszubildenden haben die Unternehmen aufgestockt, das war noch vor fünf Jahren ein ganz anderes Bild, so Hillig. Der Druck, Nachwuchs zu gewinnen, habe zu einem Wandel geführt. Die Jugendlichen selbst nutzen Angebote, wie die Ausbildungsmesse, um einen direkten Draht zu den Unternehmen zu bekommen. "Wir wollten uns einfach informieren", sagt die 14-jährige Mara Spille.

Auch die 15-jährige Melissa Kreutel hat noch keine genaue Vorstellung: "Da ist die Messe gut." Fabian Bretschneider steckt bereits mittendrin in seiner Ausbildung. "Ich bin im 2. Lehrjahr zum Elektroniker für Geräte und Systeme. Es ist ein sehr interessanter Beruf, der meine Erwartungen bisher erfüllt", meint der 21-Jährige.