Wichtige Fakten für Historikerin

Geschichte Historie von Aue wird aufgearbeitet

Anlässlich 70 Jahren Kriegsende gab es in diesem Jahr vielerorts Aktionen und Gedenkveranstaltungen und das schon im Frühjahr. Doch in der Stadt Aue ist alles etwas anders gelaufen. Dort hat man darüber diskutiert, ob man den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung sehen kann. Deshalb gab es auch jetzt erst eine thematische Veranstaltung im Stadtmuseum. Aues Oberbürgermeister Heinrich Kohl erklärt: "Begangen hat man den Tag der Befreiung in der ehemaligen DDR." Allerdings habe man sich im Westen Deutschlands mit der Frage, ob es ein Tag der Befreiung ist, eher schwer getan. Das Auer Stadtmuseum hat mit Sarah Becher eine neue Museumsleiterin. Die 27-Jährige tritt in die Fußstapfen von Ralf Petermann. Die junge Frau spricht von hochkomplexen Themenfeldern, wenn sie an Nationalsozialismus, 2. Weltkrieg und die Kriegsfolgen denkt: "Das bedarf einer verantwortungsvollen Forschung und Aufarbeitung." Im Laufe des Jahres habe man schon ein Grundgerüst erstellt, wo nicht nur Ralf Petermann eingebunden war, sondern auch Ortschronist Heinz Poller und einige geschichtsinteressierte Auer. Zudem hat man das Kreisarchiv zu Rate gezogen. Für kommendes Jahr plant Sarah Becher eine Sonderschaustellung, die sich mit diesem Thema beschäftigt. Bis sich Tore der Ausstellung öffnen können, gibt e noch einiges zu tun. Für die Historikerin sind die Fakten wichtig: "Es geht hier um die Aufarbeitung der Historie." Aufgrund der Komplexität müsse man Schwerpunkte setzen.