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Wichtiger Sieg für die Auer Handballer

Handball EHV Aue fegt HSV aus der Halle

Lößnitz. 

Lößnitz. Nach der ersten Halbzeit hätte wohl keiner damit gerechnet, dass es dem EHV Aue gelingt, das Heimspiel gegen den HSV Hamburg zu gewinnen. Doch die Männer um Trainer Stephan Swat, haben die Fans, die am Samstagabend in der Erzgebirgshalle in Lößnitz das Zweitliga-Spiel live verfolgt haben, eines besseren belehrt. Auf der Anzeigetafel stand am Ende 35:26 (13:14). Stephan Swat ist überglücklich über die zwei Punkte und stolz auf sein Team: "Die Jungs haben das gut gelöst und wer hätte das vor ein paar Jahren gedacht, dass wir einmal mit neun Toren plus gegen Hamburg gewinnen." Die Anfangsphase war schwierig. Swat sagt: "Nach dem 0:4 (4.), wo wir rechts außen Bälle liegen lassen haben, war es mir nicht einerlei. Ich hatte schon ein paar Mal die grüne Karte in der Hand, doch dann sind Tore gelungen."

"Der Tag war perfekt"

Die erste Halbzeit war nicht einfach und die zweite war genauso schwer, so der Coach. Den anfänglichen Rückstand konnte der EHV bis zur Pause bis auf ein Tor aufholen. Was die Mannschaft dann in Hälfte zwei aufs Parkett gebracht hat, war Kampfgeist, Leidenschaft und Ballgeschwindigkeit. In der 32. Minute sind die Auer mit 15:14 in Führung gegangen. Der HSV konnte noch einige Male ausgleichen, aber ab der 37. Minute lief es richtig rund beim EHV, der seinen Vorsprung immer weiter ausbauen konnte. Gut fünf Minuten vor Schluss lag man mit acht Toren ungefährdet in Front. Swat sagt: "Das wir mit neun Toren gewinnen, Hut ab. Das war eine wahnsinnige Mannschaftsleistung." Benas Petreikis ist zum Player of the Match gewählt worden. Der 26-jährige Litauer ist seit dieser Woche stolzer Vater von Zwillingen: "Die Nacht vorm Spiel haben ich nur 1,5 Stunden geschlafen. Ich dachte, der Tag läuft nicht so gut, aber er war perfekt." Zum Spiel sagt er: "Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Es war unheimlich emotional. In so einer Halle, mit solchen Fans, kann man jede Mannschaft schlagen."

Torhüter haben Rücken frei gehalten

1280 Zuschauer zählte man. Es war ein Spiel mit vielen Zeitstrafen auf beiden Seiten. Beim EHV Aue führte das zu zwei roten Karten. Jort Neuteboom hatte bereits nach 38 Minuten dreimal eine 2-Minuten-Strafe bekommen und war damit raus. Das erging Kevin Lux zehn Minuten später genauso. Auch er musste das Spielfeld verlassen. Beste Werfer beim EHV Aue waren neben Benas Petreikis (9) auch Eric Meinhardt (8/4) und Kevin Roch (7). "In den ersten 30 Minuten haben wir uns extrem schwer getan. Die rechte Seite hatte anfänglich etwas Pech, hat sich aber gefangen. In der Abwehr habe ich mich heute besser gefühlt. Es war so ein Feuer drin und es hat richtig Spaß gemacht in der Abwehr. Dort müssen wir jetzt weiter dran bleiben. Die 26 Gegentore sind immer noch ein Tick zu viel, aber damit können wir arbeiten", so Roch. Die Auer Torhüter haben wichtige Bälle rausgefischt, was der Mannschaft den Rücken freigehalten und ein schnelles Spiel nach vorn möglich gemacht hat.



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