Widerspruch folgt Verhandlung

Fußball Ungeachtet der Relegationsvorbereitung kämpft der FCE juristisch weiter

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Anwalt Kay Werner, Pressesprecher Peter Höhne und Präsident Helge Leonhardt in der Pressekonferenz. Foto: Carsten Wagner

Der FC Erzgebirge Aue gibt sich juristisch noch nicht geschlagen: Am Donnerstag 13.30 Uhr werden Präsident Helge Leonhardt und Anwalt Kay Werner zu einer mündlichen Verhandlung in Frankfurt/M. erwartet. Der Verein hat gegen den abgewiesenen Widerspruch des DFB-Sportgerichts Einspruch eingelegt und das aus gutem Grund. Werner sieht durchaus Erfolgschancen und sagt: "Sonst könnten wir uns den Weg sparen." Was aber macht den Anwalt so zuversichtlich? Der DFB hat bereits Tatsachenentscheidungen gekippt. Demnach wurde 1994 ein Spiel zwischen Bayern München und dem 1. FC Nürnberg nach einem Phantomtor wiederholt. Werner sieht sich in seiner Argumentation durchaus bestätigt. Wenn der DFB die sonst immer wieder zitierte "unanfechtbare Tatsachenentscheidung" einmal gekippt hat, warum sollte er es bei einem "geklauten Tor", wie am Sonntag in Darmstadt geschehen, nicht ein zweites Mal tun.

Die Ablehnung des Widerspruchs am Mittwoch erfolgte nach einem Einzelrichterverfahren, am morgigen Donnerstag wird sich ein Gremium mit dem Fall beschäftigen. Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts wird die mündliche Verhandlung leiten, teilte der DFB auf seiner Homepage mit. Zudem heißt es dort: "Gegen die Entscheidung des Einzelrichters hat der Verein fristgerecht Einspruch eingelegt und eine mündliche Verhandlung beantragt."

Eine Lösung angesichts des zeitliches Dilemmas hatte Präsident Helge Leonhardt in petto. Auf der heutigen Pressekonferenz sagte er, dass er sich eine Aufstockung der 2. Bundesliga für eine Saison vorstellen könnte. Auf die Relegation könnte in diesem Fall verzichtet werden, Karlsruhe steigt automatisch auf und Aue nicht ab. Dafür gäbe es in der nächsten Saison drei direkte Absteiger und wie üblich einen Relegationsplatz, so Leonhardt.

Ungeachtet der morgigen mündlichen Verhandlung vorm DFB-Sportgericht in Frankfurt/M. bereitet sich das Team auf das Relegationshinspiel am Freitag in Karlsruhe vor.