Wie der Ringkampfsport nach Zschopau kam

Sport Ringerverein Wildeck 95 seit 40 Jahren auf Erfolgskurs

Zschopau. 

Zschopau. Wie der Name bereits vermuten lässt, wurde der Zschopauer Ringerverein "Wildeck 95" im Jahr 1995 gegründet. Die Geschichte des Ringkampfsports reicht in der Motorradstadt allerdings weitaus länger zurück. So weit, dass in diesem Herbst das 40. Jubiläum gefeiert werden konnte. Eine große Feier wurde dafür zwar nicht auf die Beine gestellt. Dennoch erinnerte Trainer Jens Hübner, der zugleich Vereinsvorsitzender des ZRV ist, seine Schützlinge stolz an jenen Freitag im Oktober des Jahres 1978, an dem Wilfried Richter die erste offizielle Trainingseinheit auf der Zschopauer Ringermatte leitete.

"Eigentlich ist es ja schon etwas eher losgegangen", erinnert sich der mittlerweile 67-jährige Wilfried Richter. Weil die damalige BSG Werner Seelenbinder Gelenau, für die er selbst aktiv war, die Aufgabenstellung im Nachwuchsbereich nicht erreichen konnte, wurde nach einer Lösung gesucht. Es galt, neues Potenzial zu erschließen.

Trainingsgruppe brachte Talente hervor

Fündig wurden die Gelenauer in Zschopau, wo allerdings zunächst nur sporadische Schnupperkurse angeboten wurden. "1976 gab es die ersten Sichtungen", sagt Richter, der dabei schon einige Talente entdeckte. Wirklich fördern konnte er diese aber erst ab dem Oktober 1978, als die Gelenauer Außenstelle an der Nexö-Oberschule regelmäßige Hallenzeiten bekam.

Mitte der 1980er-Jahre wurde das Training in die Turnhalle der damals neu gebauten Bebel-Schule verlegt. Und zu den Trainern, die die Einheiten leiteten, gesellte sich damals schon Jens Hübner. Bis heute ist er Zschopau treu geblieben - und bastelt weiter an einer erfolgreichen Entwicklung. Brachte die Zschopauer Trainingsgruppe Talente wie Lars Schaarschmidt, Daniel Franke oder Björn Lehnert hervor, so hielt der positive Trend nach der ZRV-Gründung an. Mit Toni Wohlgemuth, Max Unger, Vivienne Heidl und Naemi Leistner brachten es weitere Zschopauer zu DM-Medaillen.