Wie ein Countrysänger aus dem Erzgebirge sich weiterhin treu bleibt

Denny Drivers präsentiert am 7. März in Witzschdorf neben alten auch einige neue Lieder

Witzschdorf

Sechs Jahre nach der Release-Party zu seinem Album „Solang der Diesel reicht“ wird Countrysänger Denny Drivers in Kürze wieder im Witzschdorfer Gasthof auftreten. „Es wird auch in etwa die gleiche Besetzung mit auf der Bühne stehen“, kündigt der 45-Jährige an, der am 7. März ab 20 Uhr seine Songs präsentieren wird. Dazu gehören viele ältere Titel, aber auch einige neue. Dazu gehört auch das Lied „Denny Drivers ist zurück“, das die Situation des Amtsbergers ziemlich gut beschreibt. Denn zwischenzeitlich hatte es der Musiker nicht leicht.

Großer Traum geht nicht in Erfüllung

„Ich hatte gehofft, mir ein zweites Standbein aufzubauen“, verrät Denny Drivers seine Hoffnungen, die an das damalige Album geknüpft waren. Nachdem er gemeinsam mit seinen einstigen Vorbildern auf der Bühne gestanden und beispielsweise bei einem Festival in der Schweiz mit der bekannten Band Truck Stop gespielt hatte, liebäugelte der Erzgebirger mit seinem musikalischen Durchbruch. Doch direkt nach der Veröffentlichung des Albums Anfang 2020 wurde er von der Corona-Pandemie ausgebremst. Danach gab es zwar eine kurze Welle mit vielen Auftritten. „Es gab einiges aufzuholen“, so Drivers. Doch inzwischen ist die Euphorie längst abgeebbt, die Zahl der Auftritte hält sich in Grenzen.

Alltag am Lenkrad

Mit seiner Band stand der Countrysänger im vergangenen Jahr ganze viermal auf der Bühne. „Ich spiele öfter auf privaten Feiern“, erzählt der Musiker, der sich unter seinem richtigen Namen Danny Schubert im Alltag wieder auf seinen eigentlichen Job konzentriert. „Ich fahre weiter meinen Kipper“, sagt der Speditionsmitarbeiter, für den Countrymusik und Truckerfeeling schon immer zusammengehörten. Allerdings sei deutschsprachige Countrymusik „eine Nische, in der man wahrscheinlich nicht groß rauskommen wird“. Erst recht nicht in einer Zeit mit KI-generierten Liedern. Für Denny Drivers ist das keine Alternative. Er setzt weiter auf den Old-School-Stil und spielt lieber vor einem etwas kleineren Publikum. So wie am 7. März in Witzschdorf.

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