Wie eine Kita im Erzgebirge die künstlerische Ader der Kinder fördert

Schon bald wird es an der Dittersdorfer Kita Regenbogen ein großes buntes Kunstwerk zu bestaunen geben – Verantwortlich dafür sind die Kinder selbst

Dittersdorf

Im Hinterkopf hatten die Erzieherinnen dieses Projekt seit einiger Zeit. Weil nun genügend Farbdosen und Alu-Dibond-Platten vorhanden sind, können die Hortkinder der Einrichtung endlich zu Graffiti-Künstlern werden.

Kleine Künstler mit großen Ideen

„Es war aber schwierig mit der Finanzierung“, erklärt Therese Mendrala. Sie ist die Leiterin der Dittersdorfer Kita „Regenbogen“, deren Förderverein nun die Umsetzung des Vorhabens ermöglicht hat. Um die 1200 Euro wurden bereitgestellt, um das Material zu bezahlen. Ideen haben die 62 Mädchen und Jungen schon länger gesammelt, nun werden sie in die Tat umgesetzt.

Expertin gibt Tipps

„Graffiti ist immer gefragter“, sagt Madlen Rösel aus Erfahrung. Sie arbeitet für das Zschopauer Regionalteam des Sozialwerks Sachsen und hat in dieser Funktion schon öfters Graffiti-Projekte mit jungen Künstlern von morgen geleitet. Meistens führte sie ihr Weg dabei an Schulen. Nun freut sie sich, an der Kita im Amtsberger Ortsteil Dittersdorf die Kreativität von Kindern fördern zu können.

Die benötigen zwar Tipps und Hinweise bei der Umsetzung ihrer Ideen, ausgedacht haben sie sich die Motive aber selbst. In den meisten Fällen handelt es sich um Sehenswürdigkeiten des Ortes. Der große Schulspielplatz darf dabei nicht fehlen, doch ein anderes Highlight nimmt noch mehr Platz ein.

Optimalen Standort gefunden

Allein drei Tafeln hat es gebraucht, um das Dittersdorfer Freibad in all seiner Schönheit darzustellen. Oft halfen dabei auch Schablonen, um das Kunstwerk mit vielen interessanten kleinen Details zu versehen. Während sich die Kinder Gedanken über die Motive machten, zerbrachen sich die Erzieherinnen über den Standort für das neue Kunstwerk fast den Kopf.

Der Schuppen im Außengelände war zunächst eine Alternative. „Aber da hätte es von draußen niemand gesehen“, erklärt Therese Mendrala. Und so habe man sich letztlich dafür entschieden, die Graffiti-Platten draußen am Zaun zu befestigen. Dort, wo sie jeder bestaunen kann, der vorbeigeht.

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