Wie es weitergeht, weiß man nicht

Sorgen Stollberger Tafel hat die Kündigung auf dem Tisch

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Annerose Aurich ist sauer über die Kündigung, denn sie weiß momentan keinen Ausweg. Foto: Ralf Wendland

Stollberg. Die Stollberger Tafel hat große Sorgen. Die Leiterin Annerose Aurich sagt: "Wir wissen nicht, wie es weitergehen soll." Der Grund: dem gemeinnützigen Verein, der sich um Bedürftige in der Region kümmert, ist eine Kündigung ins Haus geflattert und zwar die des Mietertrages für die Räumlichkeiten in der Hartensteiner Straße 65 in Neuwürschnitz. Der neue Gebäude-Eigentümer Max Neukirchner, bekannt als Motorradrennfahrer und Stadtrat in Stollberg, setzt den Verein zum 30. Juni kommenden Jahres vor die Tür. Wie Annerose Aurich erklärt, gab es im Vorfeld keinerlei Gespräche, das seitens des Vermieters ein solcher Schritt angedacht ist. Eine Begründung, warum die Kündigung ausgesprochen wurde, liege ebenfalls nicht vor. Seit März 2012 ist die Tafel i Neuwürschnitz ansässig. Die Mitarbeiter haben viel auch in Eigeninitiative realisiert, um die Betreuung der Bedürftigen zu gewährleisten. Die aktuellen Bemühungen des Stollberger Tafel eventuell eine Ausweich-Variante zu finden, ist gescheitert. Aurich sagt: Die Anforderungen, die an die Räume gestellt werden, was Hygiene, Erreichbarkeit und Lagerung der Lebensmittel angeht, seien sehr hoch. Die Tafel sei nicht in der Lage, so Aurich, einen Umzug finanziell zu stemmen und notwendige Baumaßnahmen zu realisieren. Eine Schließung der Stollberger Tafel wäre für rund 800 Tafelkunden ein Fiasko. Das alles hat Annerose Aurich in einem offenen Brief niedergeschrieben. Eine öffentliche Diskussion wird es am 12. Dezember 14 Uhr in den derzeitigen Räumen der Tafel geben.