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Wie kam das Feuer in den Berg

Leute Gästeführer geht auf Spuren des Altbergbaues

Die Wandersaison beginnt und allerorts werden der Rucksack gepackt und die Stiefel geschnürt. Einer, der eigentlich immer und bei jedem Wetter unterwegs ist, das ist Jürgen Bochmann aus Drebach. Als zertifizierter Gästeführer kennt sich der Erzgebirger vor allem im Greifenbachtal bestens aus. Und dies dürfte speziell Freunde des Altbergbaues begeistern. Am kommenden Samstag lädt Jürgen Bochmann zur Bingeführung "Feuer im Berg" ein. Zur Wanderwoche Echt Erzgebirge bietet er dann am 20. Mai eine Führung durch die Binge in Geyer und ins Greifenbachtal an. Dazu informiert der Gästeführer: "Im Greifenbach gehen wir zu Relikten des einstigen Altbergbaues entlang des Röhrgrabens. Das ist der älteste, noch intakte Kunstgraben des Erzgebirges. Er wurde etwa 1377 zum Greifensteistolln gebaut, der 1979 zur Zukunftssicherung des Zinnbergbaus in Ehrenfriedersdorf aufgefahren wurde. 1992 hat man den Stolln wieder verwahrt." Oft geht Jürgen Bochmann mit den Teilnehmern nicht nur zu ehemaligen noch erhaltenen Bergbaurelikten im Greifenbachtal, sondern informiert auf dem Weg über zahlreiche "Geheimnisse". "Die Bergbaufans erfahren jede Menge zu den Stollen, einer Rösche und merkwürdigen Steinen. Entlang des Röhrgrabens gibt es noch die Überreste eines Pochwerkes, ehemals mit Wäsche und Scheidebank zu bestaunen. Erklärungen die noch keiner kennt, sind inbegriffen", verrät der Wanderführer, der seine Kenntnisse aus Karten (Rissen) des Freiberger Bergarchiv holt. Spannend ist vor allem die Bingeführung " Feuer im Berg". Die Teilnehmer erwarten viele Details zum Feuersetzen sowie Erläuterungen zum Einsturz des Geyersberg. Bereits 1803 ist der Geyersberg durch übermäßigen Abbau eingebrochen. Damals wurde im Berg regelrecht Raubbau betrieben. Die Abbaumethode erfolgte durch Feuersetzen." Mehr dazu gibt's bei der Führung zu erfahren.