Wie lang geht die Weihnachtszeit?

Brauchtum Pfarrer genießt die Ruhe in Familie

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Pfarrer Michael Harzer und Kantor Tobias Braun (v.l.) schmücken die Seiffener Bergkirche. Foto: Jan Görner

Seiffen. Endet die Weihnachtszeit mit dem Drei-Königs-Tag oder Lichtmess? Darüber sind sich die Erzgebirger nach wie vor uneins. In Seiffen ist die Weihnachtszeit definitiv noch nicht vorbei. Davon zeugen in der Bergkirche der mit Teelichtern und allerlei Schmuck versehene Weihnachtsbaum, der Stern unter der Decke und die Kerze in der kleinen Krippe. "Wir nehmen dabei Bezug auf das Lukasevangelium. Dort endet die Weihnachtsgeschichte 40 Tage nach der Weihnacht mit der Darstellung oder Danksagung im Tempel", sagt Pfarrer Michael Harzer.

In der Kirche selbst wird es mit Beginn des neuen Jahres ruhiger. Bis dahin suchen hier jährlich Tausende Ruhe und Besinnung. Michael Harzer nutzt die Ruhe nach dem Sturm für sich und seine Familie. "Wir singen dann ab und zu gemeinsam Weihnachtslieder, lesen weihnachtliche Geschichten, essen noch einmal Linsen mit Bratwurst oder Stollen und sitzen einfach beisammen im Familienkreis", so der Seiffener. Ihr traditionelles Ende findet die Seiffener Weihnachtszeit seit Jahren zu Mariä Lichtmess am 2. Februar mit einem Gottesdienst im Lichterglanz in erzgebirgischer Mundart ab 17 Uhr.

Diesmal wirken wieder die "Hutzenbossen" mit. Bis dahin gab es jeden Samstag ein kleines Konzert in der Kirche. Das letzte findet am 28. Januar statt. Dann spielen die Hornistin Claudia Eckhardt und Michael Harzer an der Orgel unter dem Titel, "Wie schön leuchtet der Morgenstern", weihnachtliche Musik im Kerzenschein. Beginn ist ebenfalls um 17 Uhr.