Wie sah Handwerk früher aus?

Tradition Vorführungen im ganzen Erzgebirge sorgten für Begeisterung

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Michelle probierte sich beim Edelsteinschleifen aus. Foto: Ilka Ruck

Erzgebirge. Wer traditionelles und neues Handwerk hautnah erleben wollte, den lockte am Wochenende, speziell jedoch am Sonntag, das perfekte Kaiserwetter auf eine Rundfahrt durch die Erzgebirgsregion. Hunderte ließen sich zum "Tag des traditionellen Handwerks" in den über 120 Werkstätten und Einrichtungen begeistern.

Katja Mäthe aus Chemnitz war mit Töchterchen Michelle unterwegs und bei ihrer Stippvisite auch im Besucherbergwerk Ehrenfriedersdorf gelandet. Hier durfte Michelle selbst Hand anlegen und ihren eigenen Edelstein schleifen. Für ihre Mutti stand fest: "Ich finde den Handwerkertag super, weil hierbei auch die Kinder hautnah erleben können was im Erzgebirge alles hergestellt wird. Selbermachen ist sehr schön, und vor allem geht es dann nicht immer nur ums Vorführen."

Die Bürgermeisterin war mit dabei

Wie von ihr gewohnt, ist an solchen wichtigen Tagen auch Bürgermeisterin Silke Franzl unterwegs. Für das Stdtoberhaupt gehört es zur Wertschätzung, die Einrichtungen und Handwerker zu besuchen. Ebenso sieht es Conny Göckeritz, der ehrenamtliche Bürgermeister von Schlettau. Er ist zugleich Vorsitzender des Schlossfördervereines, und genau dort war er selbstverständlich auch zu finden. Mit Kind und Kegel durchstreifte er sein Domizil und staunte zum Teil selbst über die Handwerke, die auf und um das Schloss geboten wurden.

Thomas Schubert erklärte in der Posamentenschauwerkstatt die alte Technik. Jeden 1. Sonntag im Monat bietet er Führungen durch die Posamenten-Schauwerkstatt an. Außergewöhnliche Einblicke gab es auch bei zahlreichen weiteren Handwerkern. Ob Räucherkerzenherstellung, Porzellanmalerei und natürlich die Holzkunst, all dies sorgt für bleibende Eindrücke.