Wie viel Wahrheit steckt in den Bauernregeln?

Wetter Andreas Anderssohn trifft eigene Wettervorhersagen

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Andreas Anderssohn aus Burkhardtsdorf beschäftigt sich mit Wetter- und Bauernregeln. Foto: ERZ-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Burkhardtsdorf. Bis heute hat Andreas Anderssohn aus Burkhardtsdorf mehrere tausend Bauernregeln gesammelt, überprüft und Bücher darüber geschrieben. Er sagt: "Ich finde es interessant herauszufinden, wie sich das Wetter in der Region über die Jahre entwickelt hat". Schon in der Grundschule hat der 56-Jährige im Heimat- und Sachkundeunterricht Gefallen an Wetterbeobachtungen gefunden. Außerdem ist er auf einem Bauernhof aufgewachsen und hatte seit frühester Kindheit mit Bauernregeln zu tun.

"Mich packte die Neugierde. Ich wollte wissen, ob Bauernregeln noch heute stimmen. Deswegen habe ich Mitte der 1980er Jahre damit begonnen, diese nieder zu schreiben", berichtet der Burkhardtsdorfer. Nachdem er etwa 300 Bauernregeln aufgeschrieben hatte, begann er am 8. Dezember 1988 mit Wetteraufzeichnungen. Dabei stellte er fest, dass etwa ein Drittel der Weisheiten stimmt. Mittlerweile hat Andreas Anderssohn schon über 3.600 Wetterregeln gesammelt und überprüft.

Anderssohn gibt Wissen gern weiter

Laut Fachbüchern gibt es in Deutschland etwa 4.000. Des Weiteren hält der Burkhardtsdorfer seine Wetterbeobachtungen auch in Ordnern fest. "Ich messe dabei morgens, nachmittags und abends jeweils die Temperatur, die Niederschlagsmenge, den Luftdruck, die Windrichtung sowie die Windstärke", erklärt er. Mit den Beobachtungen erstellt er anschließend seine eigenen Wettervorhersagen. Dennoch schaut er sich auch Wetterberichte im Fernsehen an, da er so schneller eine Vorhersage bekommt, als wenn er erst in seine eigenen Unterlagen schauen muss.

Andreas Anderssohn hat bereits zwei Bücher geschrieben, ein Werk über Bauernregeln und einen Ratgeber, wie man selbst das Wetter vorhersagen kann. Allerdings war bislang kein Verlag daran interessiert, die Bücher herauszubringen.