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Wie wird eigentlich Holzkohle hergestellt?

Projekt Altes Handwerk wird im Köhlerdorf Sosa gezeigt

Sosa. 

Sosa. Auf dem Gelände der ehemaligen Köhlerei Marggraf an der Talsperre in Sosa wird mit Hochdruck an der Umsetzung eines Projektes mit touristischem Hintergrund gearbeitet. Entstehen soll eine Schauköhlerei.

Köhler Dieter Marggraf hofft, dass es gelingt, seine alte Arbeitsstätte zu einer Museumsköhlerei umzuwandeln. Die Holzkohle hat viel möglich gemacht. Zeigen will man im Idealfall den kompletten Zyklus. Ein Element steht bereits - man hat eine Handwerkerscheune aufgebaut. Dort soll perspektivisch Handwerk gezeigt und präsentiert werden, dass es früher im Ort gegeben hat. "Dort soll auch eine Schmiede mit rein, wo das Feuer mit Holzkohle betrieben wird, wie das früher üblich war", erklärt Eckhard Konkol vom Köhlerverein Erzgebirge.

Die Investition wird auf 260.000 Euro geschätzt

Zudem soll die Stellmacherei aus dem Ort umziehen auf das Gelände der künftigen Schauköhlerei. Auch das ganze Thema Altbergbau will man einbeziehen. An der Handwerkerscheune außen sichtbar sind zwei Anbauten. "Das Gebäude als solches gab es früher schon einmal. Die Anbauten waren früher die Holzkohlesilos. Oben ist das Förderband rangefahren worden, die Holzkohle wurde dort reingeschafft und über eine Schrägrutsche ging es nach unten zur Abfüllanlage", erklärt Konkol.

Das Gebäude an sich gab es früher bereits. Damals ist es parallel auch als Lager für die Holzkohle genutzt worden. Lagerschuppen, Handwerkerscheune und Sanitärgebäude sind Hauptpunkte im Projekt jetzt. Sosas Ortsvorsteher Tobias Unger spricht von 260.000 Euro als Investition. Gefördert wird das Ganze im Rahmen eines Deutsch-Tschechischen Projektes.