Wiederentdeckt: Der Strubbelkopf-Röhrling

Pilze Nicht alle sind genießbar, bei Unsicherheit lieber stehenlassen

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Foto: R. Wendland

Lauter. Mit den Früchten des Waldes kennt sich der Pilzsachverständige Frank Demmler, der hier Strubbelkopf-Röhrlinge zeigt, aus. Sie wurden ihm zur Beratung vorgelegt. Das habe man nicht alle Tage, sagt er. Für das obere Erzgebirge sei der Strubbelkopf-Röhrling eine sehr seltene Pilzart.

"Ich habe diesen Pilz vor etwa 20 Jahren im Gebiet auf Lauterer Flur letztmalig gefunden." Viele Jahre gab es keinen Fund. Die Genießbarkeit des Pilzes sei umstritten, so der Pilzsachverständige, der von minderwertig bis essbar spricht. Eins sei aber Fakt und da appelliert Demmler an Pilzsammler: "Aufgrund seines seltenen Vorkommens sollte der Pilz im Wald stehengelassen werden." Generell gelte, wenn man sich mit Pilzen nicht sicher ist, sollte man diese stehenlassen oder einen Pilzberater befragen, ob es sich um essbare Pilze handelt.