Wildkatze auf Streifzug durchs Westerzgebirge

Projekt Fotofallen und Handy-Bilder haben schon Nachweise geliefert

Aue. Ein Luchs hat ein sehr großes Streifgebiet, das zwischen 20.000 und 30.000 Hektar umfasst. Das Tier ist ein Einzelgänger. Im Westerzgebirge ist derzeit eine dieser eurasischen Raubkatzen beheimatet. Andreas Pommer, Vorstandsmitglied des Ökologischen Jagdvereins Sachsen und Revierförster im Forstbezirk Eibenstock sagt: "Seit sechs Jahren ist ein Luchs nun schon in der Region unterwegs. Es dürfte aber wie ein Lottogewinn sein, wenn man das Tier, das ein sehr großes Revier hat, zu Gesicht bekommt. Selbst habe ich ihn bisher auch nur auf Bildern gesehen." Der Luchs sei ein Sympathieträger, anders als das beim Wolf der Fall ist.

Vortragsabend informiert über die Tiere

Was man weiß ist, dass der Luchs aus dem Harz zugewandert ist. Das habe man anhand von Genetik-Proben nachgewiesen. Es sei schade, dass es nur ein Tier ist, sagt Pommer. Das Kerngebiet seines Revieres sei in dem Bereich um Breitenbrunn, aber man habe das Tier auch schon in Eibenstock beobachten können. Der Luchs sei so "cool", sagt Pommer, dass er sich auch neben die Straße setzt und sich fotografieren lässt. Es existieren schon einige Handy-Bilder und auch Fotofallen haben bereits Nachweise geliefert. Im Kulturhaus in Aue hat es jetzt einen Vortragsabend zum Thema Luchs gegeben mit zwei Dozenten, die in anderen Bundesländern Luchs-Projekte betreuen. In den Zusammenhang ist das aktuelle Luchs-Monitoring vorgestellt worden. Ein Luchs kann durchaus 17 bis 20 Jahre alt werden. Was dem Luchs im Westerzgebirge fehlt, ist ein weibliches Pendant.