Wilhelm reist zur Olympiade

Ideen Markus Füchtner bewahrt Erbe und ist offen für Modernes

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Markus Füchtner mit Wilhelm, dem Miniatur-Reise-Nussknacker aus Seiffen. Foto: Jan Görner

Seiffen. Die Olympischen Winterspiele bilden die nächste Station des Reise-Nussknackers Wilhelm. Der Niederlautersteiner Viererbobfahrer Candy Bauer wird ihn mit nach Südkorea nehmen. Viele Länder hat die Seiffener Miniatur schon gesehen. Die Touren haben Spuren hinterlassen. So fehlt ihm mittlerweile ein Fuß. "Das bleibt vorerst so. Das macht ihn authentisch", sagt sein Schöpfer Markus Füchtner. Über sieben Monaten leitet er das Seiffener Traditionsunternehmen, in dem einst der Nussknacker erfunden worden ist.

Für neue Ideen immer zu haben

Sein Ururgroßvater Wilhelm Füchtner hatte 1870 den ersten produziert und verkauft. Wie die Generationen vor ihm, hat der 37-Jährige nicht vor, die Urform zu verändern. Er fühlt sich seinem Erbe verpflichtet. Außerdem ist der rote König nach wie vor der Bestseller des Familienunternehmens. Das heißt aber nicht, dass sich Markus Füchtner modernen Ideen verschließt.

Das gilt auch für den Nussknackerbereich. "Wir haben auf Kundenwunsch schon mehrere Kleinstserien mit drei Exemplaren angefertigt", so der Seiffener. Dazu zählen ein britischer Polizist und ein Postbote. Neu sind Rentiere in verschiedenen Varianten, Esel, Schafe und sogar ein Bürohengst. Räuchermännchen gibt es ebenfalls.