Windpark in der Kritik: Amtsberg setzt auf juristische Hilfe

Windräder Gemeinde will Rechtsanwalt beauftragen, das Verfahren zu begleiten

Amtsberg. 

Amtsberg. In seiner jüngsten Gemeinderatssitzung hat sich der Amtsberger Gemeinderat erneut gegen den geplanten Windpark im Ortsteil Weißbach ausgesprochen. Das Gremium bestätigte nicht nur einen Grundsatzbeschluss aus dem vergangenen Jahr, sondern fasste einstimmig auch noch einen weiteren Beschluss. Dieser sieht vor, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, der das Verfahren im Sinne der Gemeinde begleiten soll. "Wir werden alle möglichen rechtlichen Dinge prüfen, inwieweit wir das Verfahren positiv beeinflussen können", so Bürgermeister Sylvio Krause. Er hatte die Sitzung extra in die Weißbacher Turnhalle verlegt, weil aufgrund des brisanten Themas mit vielen Bürgern zu rechnen war.

Vier Windräder geplant

Tatsächlich weckte die Gemeinderatssitzung wesentlich mehr Interesse als sonst. Etwa 40 Bürger waren gekommen, um mehr über das Projekt einer Freiberger Windkraft-Firma zu erfahren, die Ende August einen offiziellen Antrag beim Landratsamt eingereicht hatte. In dem ist das Vorhaben zwar gegenüber den ursprünglichen Plänen leicht reduzierst. So sollen auf der Anhöhe in Richtung Gelenau nur noch vier statt fünf Windräder entstehen. Drei davon sollen laut Krause knapp 250 Meter hoch sein, das vierte 220 Meter. Der Abstand zu bewohnten Amtsberger Flächen soll zwischen 1000 und 1300 Meter liegen.

Negative Auswirkung befürchtet

Schwarz auf weiß liegen die Zahlen dem Amtsberger Bürgermeister allerdings noch nicht vor, da die Gemeinde noch nicht am Verfahren beteiligt sei. Trotzdem könne Krause schon jetzt sagen, dass die Wirkung der Windräder "nicht kleiner geworden" und "für die Entwicklung der Gemeinde nicht zuträglich sei". Dem Bürgermeister lag daher viel daran, eine klare Stellung zu dem Projekt zu beziehen. Dies sah auch der Gemeinderat so, der sich einstimmig gegen den Windpark aussprach. Darüber zeigten sich die Besucher erfreut, die während der Bürgerfragestunde das Wort ergriffen. Zu der von Krause erwarteten längeren Diskussion kam es allerdings nicht. Amtsberg will sich nun mit der Nachbargemeinde Gelenau über das weitere Vorgehen abstimmen und eine Einwohnerversammlung einberufen, sobald der Antrag im Rathaus vorliegt.