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Windpark-Pläne sorgen in Gelenau für heiße Diskussionen

Energieprojekt Firmenvertreter aus Dresden bekommen bei Gemeinderatssitzung viel Kritik zu hören

Gelenau. 

Gelenau. Bei der nächsten Gelenauer Einwohnerversammlung am 7. Oktober dürfte es heiße Diskussionen geben. Grund dafür ist die Präsentation einer Dresdner Firma, die im Oberdorf zwischen dem Fischweg und der Eisenstraße gerne Windräder errichten würde. Einen Vorgeschmack darauf, wie sehr dieses Thema die Emotionen hochkochen lässt, lieferte bereits die jüngste Gemeinderatssitzung. Dort waren ebenfalls Firmenvertreter vor Ort, um das geplante Projekt kurz vorzustellen. Dabei wurde unter anderem erläutert, dass entweder zwei Windräder mit einer Nabenhöhe von jeweils 250 Metern oder drei mit einer Nabenhöhe von 200 Metern zur Debatte stehen.

Voraussetzungen scheinen gegeben

Bürgermeister Knut Schreiter hatte zunächst erklärt, dass das betroffene Gebiet im aktuellen Regionalplan-Entwurf als Potenzialgebiet für Windkraft ausgeschrieben sei. Viele grundsätzliche Voraussetzungen wie der Abstand von mindestens 1000 Metern zu Wohnbebauung seien dort gegeben. "Bei Windenergie handelt es sich um privilegierte Vorhaben", betonte Schreiter mit Verweis auf den in Berlin beschlossenen Klimawandel. Zugleich stellte der Bürgermeister klar, dass die Firma aktuell über kein Zugriffsrecht auf die betroffenen Grundstücke verfüge. Beschlossen ist also noch nichts. Und auch Vertreter der Firma stellten klar, dass es sich derzeit nur um "eine Skizze des Projekts" handele.

Kommune könnte profitieren

Die Gäste aus Dresden hoben auch Vorteile hervor, die das Projekt für Gelenau mit sich bringen könnte. Nicht nur, dass die Kommune finanziell an der Stromerzeugung finanziell beteiligt werde. Geplant sei weiterhin eine Kooperation, um Ansätze für Energie-Lösungen zu finden. So sei zum Beispiel für die Bebel-Straße eine fossilfreie Wärmeversorgung denkbar. Auch Photovoltaik-Anlagen fürs Freibad und Turnhallen kamen zur Sprache. Auf viele Gemeinderäte und Anwohner wirkten solche Aspekte aber nicht überzeugend. Alle Gelenauer, die das Wort ergriffen, zeigten sich kritisch gegenüber dem Vorhaben. Sie zweifelten zum Beispiel Gutachten zur Schallauswirkung an und bezeichneten die Windräder hinsichtlich des Anblicks als "Spargel" in der Landschaft.