Wintersportler sagen der Saison Ade

Empfang Olympioniken genossen ein letztes Mal das Bad in der Menge

Auch Olympiasieger Eric Frenzel genoss den Empfang sichtlich. Foto: Thomas Fritzsch

Kurort Oberwiesenthal. Die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang liegen mittlerweile einen Monat zurück. Doch am Montagabend entzündete Tristan Sommerfeldt noch einmal symbolisch die Flamme. Es war der versetzte Empfang der Olympioniken des Erzgebirges. Die waren bis Sonntag noch beim Weltcupfinale unterwegs, ob in der Nordischen Kombination, im Skispringen, Biathlon oder Langlauf.

Abfahrt im Pistenbully

Neben erfolgreichen Wintersportlern, Betreuern und Trainern, stand auf der Freilichtbühne in Oberwiesenthal natürlich insbesondere ein Sportler im Rampenlicht. Eric Frenzel aus Geyer, der sein Konto an Olympischen Medaillen von drei auf nunmehr sechs erhöhte. Der Kombinierer, der seine zwei goldenen und die bronzene Olympiamedaille natürlich umhängen hatte, wurde von den begeisterten Fans unter großem Beifall empfangen. Zuvor hatte er die letzte "Hürde" genommen: Die erfolgreiche Abfahrt in einem Pistenbully.

Auch Denise Herrmann, die vom Langlauf-Lager in den Biathlonsport umstieg, entstieg freudestrahlend nach erfolgreicher Abfahrt dem Pistenfahrzeug. Die gebürtige Bockauerin, die wie Eric Frenzel für den WSC Erzgebirge startet und mittlerweile in Ruhpolding ihren Lebensmittelpunkt hat, holte vor vier Jahren in Sotschi im Langlauf Staffel-Bronze. Leider blieb der vierfachen Weltcupsiegerin im Biathlon (Sprint, Verfolgung, 2x Staffel) Olympisches Edelmetall verwehrt.

Auch bei Langläuferin Katharina Hennig (WSC Erzgebirge), die vergangenes Wochenende Deutsche Meisterin über 20 Kilometer wurde, blieb eine Olympiamedaille bei ihrer Premiere noch aus. Leider hatte es der Skisprung-Gesamt-Weltcup-Zweite, Richard Freitag, der wie mittlerweile nahezu alle Spitzen-Wintersportler in anderen Teilen Deutschlands lebt und trainiert, von der letzten Weltcupstation nicht mehr rechtzeitig zum Empfang geschafft. Der SG-Nickelhütte-Aue-Sportler, der endlich mit Mannschaftssilber seine erste Olympiamedaille erkämpfte, entschädigte seine Fans daher mit einer Videobotschaft.