Winterwetter lässt Pflegeschwestern schwitzen

Vorgestellt Gepflegt wird es auch, wenn es stürmt und schneit

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Zu Hermann Schäfer (li.) gestaltet sich die Anreise bei Schneegestöber mitunter schwierig. Er wohnt am Berg in Pilsdorf. Foto: Jan Görner

Pfaffroda/Sayda. Mittlerweile hat sich die Wetterlage entspannt. "Für uns ist das schon eine Erleichterung. Die starken Schneefälle und Verwehungen in der vergangenen Woche haben uns die Arbeit schwerer gemacht", sagte Jacqueline Kleinert. Seit zwei Jahren ist sie Pflegehelferin und als mobile Schwester zwischen Sayda, Neuhausen, Deutschneudorf, Seiffen und Pfaffroda unterwegs.

Ob es stürmt, schneit oder brütend heiß ist, ändert nichts an der Tatsache, dass sie und alle ihre mobilen Kolleginnen ihre Patienten aufsuchen und sich durch den Verkehr quälen müssen. Auch wenn das Jacqueline Kleinert nicht stört, denn aus der Ruhe scheint sie gar nichts zu bringen, gefährlich ist es doch.

Hohe Schneewehen vermindern die Einsicht in Kreuzungsbereiche, Parklücken sind bei den Schneemengen nicht selten Mangelware und an so manchem Anstieg kommen die kleinen roten Flitzer ins Rutschen. "Ich habe dann regelrecht Angst um meine Mädels, aber das lässt sich nicht ändern. Das Fahren bei jedem Wetter gehört zum Job", sagt ihre Chefin Katrin Leichsenring. Hin und wieder bleibt eine Kollegin stecken und muss sich selbst oder mit ihrer Hilfe wieder befreien.

Außerdem kam eine Pflegerin vergangene Woche gar nicht durch bis zu Firmensitz nach Sayda. "Die Kollegin fehlt dann natürlich. Zum Glück haben die Mädels das eigenständig geregelt und die Tour der fehlenden Kollegin untereinander aufgeteilt", sagte Katrin Leichsenring.