„Wir hoffen auf Antworten“: Sorge um jungen Familienvater aus dem Erzgebirge

Vor einem Jahr stand Marko noch mitten im Leben – heute hat der zweifache Vater Pflegegrad 5, doch warum es ihm immer schlechter geht, weiß bis heute niemand.

Zwönitz

Noch vor einem Jahr war Marko ein aktiver Familienvater. Der 43-Jährige arbeitete, kochte täglich für seine Familie, war gern im Garten und engagierte sich in mehreren Vereinen. Gemeinsam mit seiner Frau kümmerte er sich um seine beiden Kinder, heute zwölf und drei Jahre alt.

Doch dann veränderte sich sein Leben – und das seiner ganzen Familie.

Heute lebt Marko in einem Pflegeheim und hat Pflegegrad 5. Teilweise schläft er bis zu 18 Stunden am Tag. Warum es dem zweifachen Vater immer schlechter geht, ist trotz zahlreicher Untersuchungen bis heute nicht geklärt.

Erst sind es Gedächtnislücken

Die Veränderungen kamen nach und nach. Marko bekam Gedächtnislücken, entwickelte ein ungewöhnlich hohes Schlafbedürfnis und wurde zunehmend unzuverlässig.

Irgendwann vergaß er sogar, seine Tochter aus dem Kindergarten abzuholen. Gespräche seien immer schwieriger geworden und Marko habe Probleme gehabt, seine Zeit und seinen Alltag zu organisieren. Hinzu kamen Schwindelattacken und Nackenschmerzen.

Auch Marko selbst habe damals bereits gemerkt, dass etwas mit ihm nicht stimmt.

Zahlreiche Untersuchungen bringen keine Antwort

Für Marko und seine Familie begann eine lange Suche nach der Ursache. Immer wieder gab es Vermutungen, die sich bei weiteren Untersuchungen jedoch nicht bestätigten.

Zwei Rehabilitationsmaßnahmen mussten vorzeitig beendet werden, weil Marko den Anforderungen nicht mehr nachkommen konnte.

Bei neurologischen Untersuchungen wurde schließlich festgestellt, dass der 43-Jährige irgendwann einen beidseitigen Hirninfarkt erlitten haben muss. Wann genau dieser passierte, ließ sich jedoch nicht bestimmen.

Doch auch damit ist nicht erklärt, warum Marko immer weiter an Kraft verliert. Selbst eine humangenetische Analyse habe keine Hinweise auf eine Erkrankung ergeben.

Bis heute fehlt damit eine eindeutige Diagnose – und der Familie die Antwort auf die Frage, welche Therapie Marko helfen könnte.

Seine Frau ist fast jeden Tag an seiner Seite

Monatelang besuchte Markos Frau ihren Mann regelmäßig in Kliniken und Rehaeinrichtungen und kümmerte sich gleichzeitig um die beiden gemeinsamen Kinder.

Inzwischen lebt Marko in einem Pflegeheim. Seine Frau versucht dennoch, ihm so viel Familienleben und Nähe wie möglich zu geben.

Nach der Arbeit besucht sie ihn fast täglich. Sie hilft ihm beim Essen, geht mit ihm ein Stück am Rollator, zeigt ihm Bilder oder sitzt gemeinsam mit ihm draußen.

„Ein wenig Familie“, sagt sie.

Pflege kostet rund 4.000 Euro im Monat

Neben der Sorge um Marko muss die Familie eine enorme finanzielle Belastung bewältigen. Der Pflegesatz liegt bei rund 4.000 Euro monatlich, die Ersparnisse der Familie seien mittlerweile fast aufgebraucht.

Mandy Meyer aus Hartenstein hat deshalb die GoFundMe-Spendenaktion für Marko und seine Familie gestartet. (Spendenlink) Mindestens 14.000 Euro sollen zusammenkommen, um die Familie bei den hohen Kosten zu unterstützen und Markos Frau etwas finanzielle Sicherheit zu geben.

Familie hofft weiter auf Antworten

Während die Familie weiter darauf hofft, endlich zu erfahren, warum es Marko immer schlechter geht und welche Behandlung ihm helfen könnte, soll die Spendenaktion zumindest eine der großen Sorgen etwas kleiner machen: die finanzielle Belastung.

Wer Marko, seine Frau und die beiden Kinder unterstützen möchte, kann sich hier an der für die Familie eingerichteten GoFundMe-Spendenaktion beteiligen.

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